Mehr Sport mit Patienten

Altes Heizhaus wird zur neuen Physiotherapie der Uni-Klinik Halle

Von Silvia Zöller 07.06.2021, 10:30
Die Uniklink hat  ein neues Sportzentrum an der Kühn-Straße eröffnet.
Die Uniklink hat ein neues Sportzentrum an der Kühn-Straße eröffnet. (Foto: Silvio Kison)

Halle (Saale) - Die Vorlage wollte sich Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD) nicht entgehen lassen: Bei der Einweihung der neuen Physiotherapieräume in einem alten Heizhaus der psychiatrischen Uni-Klinik in der Julius-Kühn-Straße sagte der Minister, dass aus dem ehemaligen Kohlenkeller des Gebäudes nun eine Turnhalle geworden ist. „Hier wird weiter geschwitzt, heute wie früher“, so Willingmann.

Für rund vier Millionen Euro hat die Uniklinik eine „Ruine“, wie der Ärztliche Direktor Thomas Moesta sagte, von Grund auf saniert und zu einem Sporttrakt umfunktioniert. Moesta verwies auf die 200-jährige Tradition der Psychiatrie in Halle: „Wir wollen diese Tradition wahrnehmen und fortführen.“ Daher sei es wichtig gewesen, das Gebäude für die Uniklinik zu erhalten.

„Gut investiertes Geld“

Blumen erhielt bei der offiziellen Einweihung der Physiotherapie aber nicht etwa der kommissarische Leiter der Klinik für Psychiatrie, Stephan Röttig, sondern Armin Willingmann. Denn den beglückwünschte Moesta ausführlich zur Wahl als „Wissenschaftsminister des Jahres“ durch den Hochschulverband Deutschland. Bereits zum zweiten Mal erhielt Willingmann diese Auszeichnung, wie Moesta sagte. „In dem Rating, das unter anderem auf Sachkenntnis und Kompetenz Wert legt, haben Sie Bestnoten erhalten“, sagte Moesta.

Seinerseits lobte Willingmann, der auch Aufsichtsratsvorsitzender Uniklinik Halle ist, auch die Arbeit von Moesta in den höchsten Tönen. In den letzten Jahren seien 100 Millionen Euro in den Um- und Ausbau der Uniklinik Halle investiert worden, alleine im Vorjahr 30 Millionen Euro. „Das geht nur, wenn man beherzt als Klinikvorstand sagt: Ja, wir packen es an“, so Willingmann, der übrigens nach seinen eigenen Angaben zum ersten Mal auf dem Areal in der Julius-Kühn-Straße war. Die gesamte Summe sei „gut investiertes Geld“.

In der Halle der ehemaligen Heizzentrale ist nach Abschluss der zweijährigen Sanierungsarbeiten eine 130 Quadratmeter große Turnhalle untergebracht. In den Anbauten entstand ein Therapieflügel mit verschiede-nen Behandlungsräumen, einer Kneippanlage für die Hydrotherapie sowie ein weiterer Therapieraum, der für Fitness- und Aerobic-Training genutzt werden kann. (mz)