„Adolf.H“ am „Führerhaus“

„Adolf.H“ am „Führerhaus“: Papenburg distanziert sich von Nazi-Symbolik

Halle (Saale) - Seit Ende Juni kursiert ein Foto in sozialen Netzwerken. Es zeigt einen Lkw der Papenburg AG. Vor dem Fahrer steht hinter der Frontscheibe das Namensschild „Adolf H“, oben prangt ein Aufkleber „Führerhaus“. Die Geschäftsleitung der Firma spricht von einem inakzeptablen Verhalten und hat Konsequenzen ...

Von Dirk Skrzypczak 12.07.2019, 09:30

Seit Ende Juni kursiert ein Foto in sozialen Netzwerken. Es zeigt einen Lkw der Papenburg AG. Vor dem Fahrer steht hinter der Frontscheibe das Namensschild „Adolf H“, oben prangt ein Aufkleber „Führerhaus“. Die Geschäftsleitung der Firma spricht von einem inakzeptablen Verhalten und hat Konsequenzen gezogen.

„Wir wurden auf dieses im Foto festgehaltene, inakzeptable Verhalten unseres Berufskraftfahrers bereits am 14. Juni aufmerksam gemacht. Noch am selben Tag wurde das Fahrzeug durch die Disposition freigestellt, da für uns die Entfernung sämtlicher Symbolik Priorität hatte“, sagte Geschäftsführerin Angela Papenburg auf Nachfrage der MZ. Gegen den Berufskraftfahrer sei man arbeitsrechtlich vorgegangen. Außerdem habe die Geschäftsleitung einen Maßnahmekatalog erarbeitet, der durch den Vorstand bestätigt wurde.

Papenburg entschuldigt sich für das Verhalten des Mitarbeiters

Gleichzeitig entschuldigt sich das Unternehmen für das Verhalten des Mitarbeiters. „Es steht außer Frage, dass dies weder den Werten noch den Überzeugungen unseres Unternehmens entspricht. Derartiges Verhalten wird in unserem Haus nicht toleriert und wir gehen gemeinsam dagegen vor.“

Am Bürgerfest am 20. Juli in Halle beteilige man sich mit der Kinderbaustelle. „Unsere Geschäftsführer Konstantin Gransee und Raik Bode werden für eventuell auftretende Fragen zur Verfügung stehen“, erklärte Angela Papenburg. Zudem unterstütze man als Firma schon seit langem die „Hallianz für Vielfalt“.

Auch unternehmensintern gehe man transparent mit dem Vorfall um und habe den Sachverhalt im eigenen Newsletter aufbereitet. Unterdessen wurden alle Disponenten aufgefordert, den Fuhrpark zu kontrollieren. Die Fahrer würden belehrt und die Thematik außerdem in die regelmäßigen Schulungen für die Mitarbeiter aufgenommen. (mz)