Planungen in Gräfenhainichen

Planungen in Gräfenhainichen: Karnevalisten des GCC bauen um

Gräfenhainichen - Aus einer baufälligen Scheune soll ein neuer Raum für Feiern und Kleinkunst werden. Der Verein wirbt noch um Spenden.

Von Julius Jasper Topp 09.06.2020, 08:29

Der Gräfenhainicher Carneval Club (GCC) baut derzeit sein Vereinsheim um und will mithilfe von EU-Fördermitteln eine baufällige Scheune zu einem Vereinsraum umwandeln. Das Vereinsheim der Karnevalisten ist ein alter Dreiseitenhof. Bislang wurde vor allem das Gebäude, das zur Straße hin liegt, für Feiern und Veranstaltungen genutzt.

Die alte Scheune auf dem Grundstück bot derweil einen eher traurigen Anblick: „Die Wände waren eingesackt, das Gebäude war nicht nutzbar“, erklärt GCC-Präsident Frank Hünsche. Dem Verein sei deswegen die Idee gekommen, dem Gebäude einen kulturellen Nutzen zu geben und eine Sanierung zu erwirken.

Deswegen wurde ein Leader-Förderantrag gestellt - und bewilligt. 70.000 Euro der insgesamt 100.000 Euro teuren Baumaßnahme werden aus dem Topf der ELR (Entwicklungsprogramm ländlicher Raum) gefördert. „Vom Eigenanteil konnten wir noch einmal etwa 10.000 Euro sparen, weil wir insbesondere den Trockenbau selbst machen“, sagt Hünsche. Die übrigen 20.000 Euro sollen durch Spenden zusammenkommen.

Fertig soll der Vereinsraum - der alte bot etwa 50 bis 60 Personen Platz, der neue soll knapp doppelt so viele Menschen aufnehmen können - im Herbst werden. Hünsche hofft, dass bereits die Sessionseröffnung am 11. November in den neuen Räumlichkeiten gefeiert werden kann.

Dabei soll die Scheune dann nicht nur Karnevalisten offen stehen. „Wir haben unsere Räumlichkeiten schon immer anderen Vereinen oder auch Privatpersonen zur Verfügung gestellt“, sagt Präsident Hünsche. So soll es auch mit dem neuen Raum werden. Entstehen sollen eine kleine Bühne und Stehplätze für bis zu 140 Personen. Der Raum soll in der karnevalsfreien Zeit auch diversen Kleinkunstveranstaltungen dienen.

Der GCC beteiligt sich etwa regelmäßig bei der Gräfenhainichener Kulturnacht. Auch deswegen, so die Karnevalisten, sei ihr Antrag auf Förderung wohl erfolgreich gewesen. Schließlich leiste man mit der Räumlichkeit auch einen Beitrag zum Tourismus in der Stadt.

Nachdem der Verein die Scheune bereits beräumt hatte, begann vor etwa zwei Wochen der Bau. Zunächst werden die maroden Wände abgestützt, damit danach der eigentliche Umbau beginnen kann.

Der Verein freut sich derweil nicht nur auf die neuen Räumlichkeiten, sondern auch auf den Start der kulturellen und gesellschaftlichen Aktivitäten nach der langen, durch die Corona-Pandemie bedingten Durststrecke. Das Frühlingsfest musste bereits ausfallen, ebenso - nach reiflicher Überlegung - das Haus- und Hoffest. „Wir hoffen, dass sich bis zum August die Regelungen für öffentliche Veranstaltungen so gestalten, dass wir den traditionellen Auftritt der Leipziger Pfeffermühle in unserem Vereinsobjekt angemessen durchführen können“, so Hünsche.

Für die Finanzierung des Baus an der Scheune wirbt der GCC übrigens noch um Spenden. „So einen umfangreichen Umbau zu finanzieren, ist für uns als Club eine riesige Herausforderung. Wer uns gern unterstützen möchte, den bitten wir, sich über post@gcc-ev73.de oder gern auch persönlich beim Vorstand des Vereins zu melden“, sagt Frank Hünsche. Spender, die 50 Euro oder mehr geben, sollen an der Fassade des neuen Vereinsraums verewigt werden. In welcher Form sei noch offen, so der Präsident. (mz)