Gesellschaft

Dörfer wie Schköna haben Zukunft

Sechs Ortschaften nehmen am Kreiswettbewerb teil. Schköna darf sich als erstes präsentieren.

Von July Wagner
Im Rahmen des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ wurden kürzlich die sechs beteiligten Orte in der Region bereist. Dazu gehört auch die Dorfkirche Hohenlubast, um die sich seit einigen Jahren auch ein Förderverein kümmert.
Im Rahmen des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ wurden kürzlich die sechs beteiligten Orte in der Region bereist. Dazu gehört auch die Dorfkirche Hohenlubast, um die sich seit einigen Jahren auch ein Förderverein kümmert. (Foto: July Wagner)

Schköna - Was haben die Orte Schköna, Radis, Bräsen, Wartenburg, Korgau und Bethau im Landkreis Wittenberg gemeinsam? Sie beteiligen sich an dem Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Dieser soll nicht nur dörfliches Engagement fördern, sondern auch den teilnehmenden Ortschaften eine Möglichkeit geben, sich zu präsentieren, wie Organisatorin Inken Grauert vom Fachdienst Raumordnung und Regionalentwicklung des Landkreis Wittenbergs erklärt.

Verlängerte Bewerbungsfrist

Diese Chance haben in diesem Jahr diese sechs Ortschaften, verteilt im gesamten Landkreis, ergriffen: Eigentlich sollte der Wettbewerb bereits im vergangenen Jahr stattfinden, musste aber aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden. Somit verlängerte sich die Bewerbungsfrist bis zum 31. Mai 2021. „Letztes Jahr waren es nur zwei Bewerber - Wartenburg und Bethau. Die anderen vier sind noch dazugekommen“, erinnert sich Inken Grauert: „Das empfinde ich sehr positiv. So ein Wettbewerb lebt ja von der Teilnahme.“

Das alte Schulhaus  von Schköna soll  ein Gemeinschaftshaus werden.
Das alte Schulhaus von Schköna soll ein Gemeinschaftshaus werden.
(Foto: Wagner)

In nur zwei Tagen, dem 22. und 23. Juli, begutachteten und bewerteten acht Jurymitglieder nun die insgesamt sechs Ortschaften. Erstes Ziel war Schköna. Als Startpunkt der zweistündigen Präsentation hier wurde die Dorfkirche Hohenlubast gewählt, welche lange Zeit ungenutzt gewesen sei - aus diesem Grund habe sich im Jahre 2010 der gleichnamige Förderverein gegründet.

Nach der Außensanierung soll nun die Innensanierung folgen, erzählte Heike Kapfenberger, zweite Vorsitzende des Vereins: „So wie sie jetzt ist, steht sie quasi im Unterhemd da.“ Das soll sich ändern, damit einer gemeinschaftlichen Nutzung nichts mehr im Wege steht: „Das ist nicht nur ein Gotteshaus - die Kirche ist für alle da und ist deshalb täglich geöffnet.“

Genauso soll auch Schkönas Waldstadion für alle da sein. Sei es beim Volleyball spielen, bei Familienfeiern im neu eingerichteten Sportlerheim oder beim Bogenschießen der gerade anlaufenden Kindersportgruppe - es ginge immer nur um „gemeinsam“, meint Ortsbürgermeisterin Katja Ulig. Zu Schkönas 675-Jahr-Feier solle dort auch zum ersten Mal wieder richtig Fußball gespielt werden - auf neu angelegtem Rasen, für dessen Bewässerung sogar ein Brunnen gebohrt wurde.

Nächster Halt ist der sagenumwobene „Teufelsstein“, der wohl genauso wie der Feuerwehrspielmannszug des Ortes einige Punkte im Bereich der sozialen und kulturellen Aktivitäten sammeln kann. Der Weg dorthin sei besonders bei Spaziergängern und Fahrradfahrern beliebt. Zu Ostern und anderen Feierlichkeiten würde der Teufelssteinplatz auf der anderen Seite des Weges für große Feuer genutzt werden.

Teufelsstein mit Teufelssteinplatz
Teufelsstein mit Teufelssteinplatz
(Foto: Wagner)

Bevor die Parkanlage Schkönas genutzt werden konnte, musste diese Anfang des Jahres erst einmal sämtliche Pflegearbeiten mitmachen. Denn dort, wo jetzt Wege und freigestellte Bäume zu finden sind, hätte es vorher an vielen Stellen fast kein Durchkommen mehr gegeben. Auch einen kleinen Küchengarten mit Obstbäumen und Bänken sowie Totholz für Insekten hat der Park nun zu bieten.

Siegerehrung im September

„Ich denke schon, dass Schköna die Messlatte hoch gesetzt hat“, meint Organisatorin und Jurymitglied Inken Grauert auf dem Weg zum letzten Teil der Präsentation: das alte Schulhaus - es soll Gemeinschaftshaus werden. Eine Bücherstube, in der nicht nur Buchlesungen, sondern auch Spielenachmittage stattfinden, sowie einen Sportraum für die Hortkinder und einen Versammlungsraum gibt es bereits.

Ob die anderen Orte mehr zu bieten haben? Die Siegerehrung im September wird es verraten. (mz)

Malerisch und inzwischen gut begehbar: Parkanlage Schköna mit Obstbäumen und Teich
Malerisch und inzwischen gut begehbar: Parkanlage Schköna mit Obstbäumen und Teich
(Foto: July Wagner)