Veröffentlichung

Buch über ein Projekt der Ganztagesschule Ferropolis veröffentlicht

Im Bechert-Verlag ist ein Buch über ein Jahrzehnte-Projekt der Ganztagssekundarschule Ferropolis erschienen. Was es zu entdecken gibt.

08.06.2022, 13:02
Den „Kunstpfad Ferropolis“  gibt es als neuen Bildband.
Den „Kunstpfad Ferropolis“ gibt es als neuen Bildband. Foto: Bechert

Gräfenhainichen/MZ/cus - Der „Kunstpfad Ferropolis“ in Bildern, kompakt und übersichtlich. Das ist jetzt wieder möglich. Nachdem die Arbeiten vor sieben Jahren erstmals in einem Bildband dokumentiert wurden, gibt es jetzt eine neue Auflage.

Allerdings ist es nicht das Buch von 2015, das längst vergriffen ist. Denn während damals 28 Schrottplastiken den Wegesrand am Gremminer See säumten, sind es inzwischen mehr als doppelt so viele. Deshalb hat sich das Team der Ganztagssekundarschule Ferropolis Gräfenhainichen entschlossen, die Geschichte fortzuschreiben - und so gibt es einen neuen Bildband.

Mit der Anfertigung ist schon im vergangenen Jahr der Gräfenhainichener „Verlag für die Heimat“ aus Mescheide beauftragt worden. In enger Zusammenarbeit mit Schulleiterin Sibylle Wycisk und der pädagogischen Mitarbeiterin Katlen Dyballa hat die Verlagsinhaberin Stephanie Bechert die Geschichte des „Kunstpfades Ferropolis“ neu in Bild und Text verewigt.

Die „Kunst aus Schrott“

Den Kunstpfad gibt es seit 2004. Damals hatte Kunstlehrerin Susanne Spies die Idee zu dem Projekt „Kunst aus Schrott“ – in Anlehnung an Ferropolis, der „Stadt aus Eisen“, und der gleichnamigen Ganztagssekundarschule. Die Stadt wurde dafür begeistert und ebenso die Firma Ambau, wo jedes Jahr das Kunstprojekt von der Idee bis hin zur fertigen Skulptur umgesetzt wurde. Nach der Ambau-Insolvenz 2019 konnte ein neuer Partner gefunden werden: die Firma Metallerzeugnisse von Uwe Stockmann.

Der Kunstpfad ist seit dem ersten Bildband von 2015 weiter gewachsen. 2016 erreichte die Open-Air-Ausstellung ihren ersten Endpunkt am Rundweg um den Gremminer See in Richtung Ferropolis – seit 2017 werden die Plastiken nun vom Gräfenhainichener Stadtbalkon aus in Richtung Strohwalde aufgestellt. Alle Schrott-Skulpturen hat Stephanie Bechert neu fotografisch festgehalten und in der Totalen sowie im Detail akribisch dokumentiert. Ihre „Erbauer“ – in jedem Jahr Schülerinnen und Schüler der 10.  Klasse (die MZ berichtete) – werden im neuen Bildband benannt und auch deren Intention zu dem Werk selbst wird kurz eingeblendet.

Mit QR-Codes

Doch die 52 Seiten bieten noch mehr. Zum einen gibt es jetzt erstmals eine komplette Werksübersicht – von 2004 bis heute. Zum anderen wird in einer Dokumentation aus dem Jahr 2021 der Weg der Entstehung bis hin zur Einweihung der jüngsten Kunstobjekte bildlich aufgezeigt. Und auch dem Mainstream wird Tribut gezollt: Der Bildband ist interaktiv. Über verschiedene QR-Codes gelangt der Leser via Handy oder Tablet in die virtuelle Welt des Kunstpfades.

Der neue Bildband zum Preis von 8,50 Euro kann über die Ganztagssekundarschule Ferropolis bezogen werden und ist außerdem in der Stadtinformation Gräfenhainichen erhältlich.