Vinothek in Wansleben

Vinothek in Wansleben: Heike Küttner präsentiert ihre Werke

Wansleben - „Auch wenn es polemisch klingen mag, aber ich brauche das Malen wie das tägliche Brot.“ Das sagte Heike Küttner bei ihrer Ausstellungseröffnung in der Vinothek in Wansleben. Bereits zum zweiten Mal stellte die Lüttchendorferin ihre gemalten Bilder dort in der kleinen Galerie auf der Tenne aus. Und beim ersten Überschauen wurde dem Besucher klar, dass Heike Küttner eine Vorliebe für Details, eine feine Pinselführung und für die Farbe Blau hat. „Es ist meine Lieblingsfarbe und quasi auch eine Hommage an den bekannten Maler Chagall“, sagte die ...

Von Kathrin Labitzke 01.03.2016, 14:43

„Auch wenn es polemisch klingen mag, aber ich brauche das Malen wie das tägliche Brot.“ Das sagte Heike Küttner bei ihrer Ausstellungseröffnung in der Vinothek in Wansleben. Bereits zum zweiten Mal stellte die Lüttchendorferin ihre gemalten Bilder dort in der kleinen Galerie auf der Tenne aus. Und beim ersten Überschauen wurde dem Besucher klar, dass Heike Küttner eine Vorliebe für Details, eine feine Pinselführung und für die Farbe Blau hat. „Es ist meine Lieblingsfarbe und quasi auch eine Hommage an den bekannten Maler Chagall“, sagte die Künstlerin.

Blaue Acryl- und Ölbilder

„Farbpoesien“ - so heißt ihre neuste Ausstellung, wobei die Künstlerin fast ausschließlich blaue Acryl- und Ölbilder ausstellt, die Blumenmotive oder Landschaften zeigen. Ihre Inspirationen holt sich Heike Küttner bei anderen Ausstellungen und in Urlauben, bei denen sie ihren Skizzenblock immer parat hat. Mit ihren farbintensiven Bildern versucht sie immer eine kleine Geschichte zu verpacken und überlässt dem Betrachter zugleich genügend Freiraum für eigene Interpretationen. Auch wenn die 51-Jährige die Malerei nicht von der Pike auf gelernt hat und sich die ersten Versuche autodidaktisch aneignete, so wuchs Küttner dennoch in einer künstlerischen Familie auf. Ihr Großvater, Kurt Pers, war ein bekannter Maler und deshalb waren ihr die verschiedensten Maltechniken und der Umgang mit Farben nicht fremd. Den Feinschliff und verschiedene Pinseltechniken erlernte sie bei der Eisleber Malerin Mariana Lepadus in zahlreichen Kursen.

Stillleben und architektonisch Gebäude

Obwohl viele ihrer ausgestellten Bilder eher großflächig sind, malt die Lüttchendorferin dennoch lieber kleine Bilder. Viele ihrer Motive sind Stillleben, auf denen vordergründing Lilien oder Schachbrettblumen stilisiert sind, aber auch architektonisch schöne Gebäude. So hielt sie eine Kirche in Petersburg oder der Blick über die Stadt Venedig sie in Acryl fest. „Ich könnte einfach nur den ganzen Tag malen“, sagte Heike Küttner. Sie stellt auch kleinere Arbeiten vor, bei denen sie Holz- oder Enteneier kunstvoll und sehr filigran bemalt hat. „Hoffentlich verkauft sie auch einige ihrer Bilder“, sagte Besucherin Ute Uhlig, die sich spontan in ein kleines Aktbild verliebte.

Über die Jahre hinweg hat die Malerin mehr als 200 Bilder gemalt und sprüht immer noch vor Ideen. Ihre Staffelei steht bei ihr im Wohnzimmer, „mit Blick in den Garten“, wie die gelernte Krankenschwester verriet. Durch die Kunst schafft sie sich einen Ausgleich zu den anstrengenden Schichtdiensten im Krankenhaus. Die Ausstellung „Farbpoesie“ von Heike Küttner ist für mehrere Wochen auf Anfrage in der Vinothek Wansleben zu sehen. (mz)

Weitere Informationen unter www.vinothek-wansleben.de