Sanierung in Eisleben abgeschlossen

Sanierung in Eisleben abgeschlossen: Genossenschaft feiert Einweihung im Bahnhof

Eisleben - Rund 1,7 Millionen Euro sind in die Sanierung des Bahnhofs investiert worden.

Von Jörg Müller

Es ist geschafft: Nach knapp anderthalbjähriger Sanierung hat die Bahnhofsgenossenschaft Eisleben am Mittwoch im Bahnhofsgebäude Einweihung gefeiert. „Bahnhöfe sind die Aushängeschilder unserer Städte“, sagte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU). Das Land hat die Sanierung im Rahmen des sogenannten Revita-Programms mit mehr als 1,3 Millionen Euro gefördert. Auch Mittel des Landkreises Mansfeld-Südharz sowie der Europäischen Union sind in das Projekt geflossen. Haseloff hob hervor, dass es in Eisleben eine Genossenschaft gewesen sei, die das Vorhaben initiiert und umgesetzt habe. „Herzlichen Dank, dass Sie das geschafft haben“, so der Ministerpräsident. Insgesamt seien rund 1,7 Millionen Euro investiert worden.

„Für den Bahnhof beginnt eine neue Zeitrechnung“, sagte Thomas Fischer, ehrenamtliches Vorstandsmitglied der Bahnhofsgenossenschaft. Die Wiederbelebung des Bahnhofs sei ein „einmaliges Bürgerprojekt in Sachsen-Anhalt“. Die 2013 von 35 Leuten gegründete Genossenschaft zählt heute 251 Mitglieder.

Die Bahn AG hatte den Bahnhof Anfang 2012 aus Brandschutzgründen geschlossen und den Mietern gekündigt. Die Stadt, der das Gebäude zum Kauf angeboten wurde, war finanziell nicht in der Lage, die Immobilie zu übernehmen und zu sanieren. Auch ein anderer Käufer fand sich nicht. So wurde schließlich die Idee einer Genossenschaft entwickelt. Nachdem die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (Nasa) die Fördermittel bewilligt hatte, begann die Sanierung Anfang 2016. Mittlerweile sind als Mieter die Abellio-Servicestation, ein Steuerbüro, eine Physiotherapie-Praxis sowie die Verkehrsgesellschaft Südharz eingezogen. Für einen Imbiss oder ein Café wird noch ein Betreiber gesucht. Auch ein öffentlicher Parkplatz mit 32 Stellflächen ist entstanden. (mz)