MZ-Rätselfoto

MZ-Rätselfoto: Kunstvolles Lichtauge steht auf der Halde des Vitzthum-Schachtes

Eisleben - Gesucht war die Halde des Vitzthum- beziehungsweise Ernst-Thälmann-Schachtes.

Von Daniela Kainz 03.09.2018, 16:00

Die Teilnehmer der Rätselrunde aus der vergangenen Woche waren sich durchweg einig. Alle haben als Lösungswort die Halde des Vitzthum-Schachtes beziehungsweise Ernst-Thälmann-Schachtes genannt. Und in der Tat zeigt das Rätselfoto jenes Motiv. Neben dem Lösungswort teilten die Rätselfreunde noch viele interessante Informationen rund um die Halde mit.

Leser berichten vom Lichtauge mit Schlüssel

Jochen Posselt aus Großörner konzentriert sich bei seinen Ausführungen auf das Lichtauge, das auf der Halde seinen Platz fand. Er hat eine ganz enge Beziehung dazu. Vom 12. September 1993 bis 14. Oktober 1993 fand ihm zufolge in Halle die Ausstellung „Stahlplastik in Deutschland“ statt. „In Vorbereitung dessen schuf die Künstlerin Rosemarie Ullrich, Künstlerin aus Wils/Schochwitz, den Entwurf des Lichtauges.“

Das Gewinnspiel wird durchgeführt unter den Einsendern, Teilnahme ab 18 Jahren, der Gewinner wird durch Los ermittelt. Veranstalter: Mediengruppe Mitteldeutsche Zeitung GmbH & Co. KG, Delitzscher Straße 65, 06112 Halle

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Die Fertigung des Lichtauges inklusive des Schlüssels, der in das Lichtauge passen würde, erfolgte nach seinen Worten in der Werkstatt der Mansfelder Maschinenbau GmbH, der heutigen Posselt GmbH, dessen Geschäftsführer Jochen Posselt ist. Er war dabei, als die Aluminiumschweißkonstruktion mit einer Breite von etwa 3,5 Metern, einer Höhe von etwa vier Metern und einer Tiefe von etwa einem Meter entstand.

Lichtauge steht auf der Halde des Ernst-Thälmann-Schachtes

Nach der Ausstellung auf der Peißnitz in Halle fand das Lichtauge seinen endgültigen Platz auf der Halde des Ernst-Thälmann-Schachtes. Zum Lichtauge soll auch noch der sogenannte Schlüssel gehören. Auch er wurde auf der Peißnitz gezeigt, wie Fotos belegen. Posselt: „Der Schlüssel müsste heute auf dem Gelände der Mansfeld Anlagenbau und Umwelttechnik AG liegen.“

Klaus-Dieter Schumann weiß, wie das Kunstwerk auf das Plateau kam - das war im Oktober 1995 in zwei Etappen mit Hilfe von Zugmaschine und Tieflader, ein Autokran stellte es auf. „Damals war das Kunstwerk noch komplett“, schreibt er.

Ernst-Thälmann-Schacht: Spitzkegel der Halde ist ab 1940/41 entstanden

Vor dem Lichtauge soll der Schlüssel, auf dem „Mansfelder Texte“ des Leipziger Lyrikers Thomas Böhme eingraviert sind, gelegen haben. Schumann: „Der Schlüssel wurde eines Tages von Mitarbeitern der Mansfeld Anlagenbau und Umwelttechnik AG, die auf dem Gelände des Schachtes den Firmensitz hat, auf der Böschung der Halde entdeckt. Buntmetalldiebe hatten sicherlich ein Auge darauf geworfen und sind dann gescheitert“, vermutet er.

Der Schlüssel sei durch das Unternehmen geborgen, gereinigt und am Eingang der Firma aufgestellt worden. Den Standort bestätigt Frank Schlanstedt. Und der Hettstedter teilt weiter mit: „Die 130 Meter hohe Spitzkegelhalde ist ab 1940/41 entstanden. In diesen Jahren erhielt der Schacht als erster Mansfelder Betrieb einen Höhenförderer. Bereits 1937 wurde die untertägige Zahnradbahn in Betrieb genommen.“

Halde vom Ernst-Thälmann-Schacht ist zweithöchste Kegelhalde im Mansfelder Land

Die Höhe der Halde thematisiert auch Guido Roswora. Die Halde sei mit ihrer Höhe von 130 Metern die zweithöchste Kegelhalde des Mansfelder Landes nach der Halde des Fortschritt-Schachtes, die 153 Meter hoch ist. „Aufgrund des Umstandes, dass die Halde auf einem Hügel liegt, überragt sie die im Tal liegende Halde des Fortschritt-Schachtes“, so der Eisleber.

Das aufgeschüttete Gestein habe ein Volumen von rund vier Millionen Kubikmetern. Ernst-Peter Schelm geht in seinem Brief ebenfalls auf das Lichtauge mit Schlüssel ein. „Beide Kunstwerke künden zugleich vom Scheitern eines ehrgeizigen Projektes: dem Aufbau einer Kunstwerkstatt mit Kleinkunst-Manufaktur und Schaffung eines Open-Air-Theaters in der Halde...“, so der Hallenser.

Lichtauge soll als Blick zurück und in die Zukunft verstanden werden

Das Lichtauge soll nach den Worten von Helga Meyer als Blick zurück und in die Zukunft verstanden werden. Zum Abschluss der Feierlichkeiten „800 Jahre Mansfelder Bergbau- und Hüttentraditionen“ war ihr zufolge der 130 Meter hohe Gesteinskegel der Halde bei Nacht im hellen Scheinwerferlicht als Symbol des Mansfelder Bergbaus weithin sichtbar. Meyer: „Wir waren am 3. Oktober 2000 dabei.“

Als Gewinner in dieser Woche wurde Klaus-Dieter Schumann aus Gerbstedt ermittelt. Herzlichen Glückwunsch!

Neue Runde - wer erkennt das neue Motiv?

Jetzt geht es wieder in eine neue Rätselrunde. Was zeigt das Motiv in dieser Woche? Wer kennt es und kann womöglich Geschichten oder Erlebnisse rund um den Ort berichten? Wir sind gespannt.

Mitmachen können alle Rätselfreunde entweder per E-Mail an redaktion.eisleben@dumont.de oder per Post an die MZ-Lokalredaktion, Plan 7 in 06295 Eisleben. Einsendeschluss ist am Donnerstag, 6. September. Viel Spaß beim Mitraten. (mz)