Mit Eisleber Idee zu neuen Mitgliedern

Mit Eisleber Idee zu neuen Mitgliedern: Pinker Schuh als Werbemittel für Feuerwehren

Eisleben - Produkt der Schuhfirma EWS sollen helfen mehr Frauen für Feuerwehren zu gewinnen.

Von Claudia Petasch

Mit einer pfiffigen Idee hat die Firma EWS aus Eisleben offenbar gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Vor gut einem Jahr brachte sie den Feuerwehrstiefel für die Frau, den „Pink Fire“, heraus. Schon damals stieß das Unternehmen mit der innovativen Idee auf ein riesengroßes Echo. „Der Pink Fire ist durchgeknallt ohne Ende“, sagt Geschäftsführer Jörg Schlichting.

Doch es ist nicht nur der Umsatz, der den Unternehmer froh stimmt. Vielmehr ist der Schuh längst auch zu einem guten Werbemittel für Feuerwehren geworden. Denn die brauchen im ganzen Land dringend Nachwuchs. Nicht nur die Jugend soll gezielt angesprochen werden, auch Frauen sind herzlich willkommen.

„Mit dem Schuh haben Feuerwehren schon regelrecht Werbung gemacht. So nach dem Motto ’Kommt in die Feuerwehr und ihr kriegt den Schuh’. Das ist doch ein toller Nebeneffekt“, sagt Schlichting, dessen Herz auch privat sehr für das Ehrenamt schlägt. Er unterstützt daher gern regionale Feuerwehren, vor allem den Nachwuchs. Umso mehr freut es ihn, das sein Unternehmen ein Stück weit zur Nachwuchsgewinnung bei den Ehrenamtlern beitragen konnte und kann.

Schlichting leitet das Unternehmen EWS seit 13 Jahren. In dieser Zeit konnte er sowohl eine stetige Steigerung der Bekanntheit als auch des Umsatzes verzeichnen. Das Unternehmen gehört zu den wenigen noch verbliebenen Firmen der manuellen Schuhindustrie. Und mit den speziellen Produkten gehört EWS längst zu den Marktführern für Feuerwehrstiefel in Europa. „Wir sind einer der Kleinsten in der Branche, aber dafür umso flexibler. Das haben wir mit dem Pink Fire bewiesen“, so Schlichting.

Als Unternehmer hat er aber nicht nur seine Firma im Blick. Er engagiert sich in vielen Netzwerken und will dadurch auch die Region wirtschaftlich mit voran bringen. Und sie nach außen gut darstellen, denn in Sachsen-Anhalt wird sehr viel exportorientiert hergestellt. „Deswegen brauchen wir eine geschlossene Unternehmerschaft, die füreinander brennt und miteinander mit Respekt und auf Augenhöhe agiert“, so Schlichting. (mz)