Giftiger Riesen-Bärenklau

Giftiger Riesen-Bärenklau: Gelder zur Bekämpfung fehlen

Eisleben - Sachsen-Anhalts Umweltministerin Claudia Dalbert (Grüne) bedauert, dass noch keine Fördergelder zur Bekämpfung des giftigen Riesen-Bärenklaus ausgereicht werden konnten, „da noch keine EU-Mittel im Rahmen der ELER-Naturschutzförderung bewilligt wurden“. Sie reagiert damit auf Kritik aus dem Mansfelder ...

Von Daniela Kainz

Sachsen-Anhalts Umweltministerin Claudia Dalbert (Grüne) bedauert, dass noch keine Fördergelder zur Bekämpfung des giftigen Riesen-Bärenklaus ausgereicht werden konnten, „da noch keine EU-Mittel im Rahmen der ELER-Naturschutzförderung bewilligt wurden“. Sie reagiert damit auf Kritik aus dem Mansfelder Land.

Bärenklau breitet sich unkontrolliert aus

Die MZ hatte im Beitrag „Giftiger Riesen-Bärenklau“ berichtet, dass sich die Pflanze unkontrolliert ausbreiten kann, weil für Bekämpfungsaktionen in diesem Jahr bislang keine Fördermittel geflossen sind. Die Koordinationsstelle Invasive Neophyten in Schutzgebieten Sachsen-Anhalts (Korina) beim Unabhängigen Institut für Umweltfragen in Halle hatte auf diese Problematik hingewiesen.

Der Umweltministerin zufolge soll das entsprechende Antragsverfahren für die Förderung zeitnah eröffnet werden. Leider seien die Bewilligungen erst nach der Notifizierung der Förderrichtlinie durch die EU-Kommission möglich. „Ein Termin kann dafür derzeit noch nicht benannt werden“, so Dalbert.

Kartierung mit Bärenklau-Ausbreitung

Sie verweist auch darauf, dass die Koordinationsstelle Korina an der vorbeugenden Aufklärung der Bevölkerung über die gesundheitliche Gefährlichkeit des Riesen-Bärenklaus mitwirkt. So veröffentlichten deren Mitarbeiter im Vorjahr nach einer vollständigen Kartierung des Riesen-Bärenklaus an der Bösen Sieben und ihrer Zuflüsse ein Faltblatt mit Karte über Vorkommen und Fotos zum Erkennen der Pflanze. Deutlich wurde, dass am Wilden Graben, am Wolferöder Graben und an der Bösen Sieben im Mansfelder Land sehr viel Riesen-Bärenklau wächst. (mz)