Stadtrat entscheidet am 20. Juli

Ausschuss berät über Photovoltaikanlagen in Osterhausen

Von Jörg Müller
Symbolbild
Symbolbild (Foto: imago images/Viennareport)

Osterhausen - Im Bereich Osterhausen ist der Bau von zwei Photovoltaikanlagen geplant. Die beiden Investoren haben dafür bei der Stadt Eisleben jeweils die Aufstellung eines Bebauungsplans beantragt. Der Stadtentwicklungsausschuss hat jetzt über die Vorhaben beraten - mit unterschiedlichem Ergebnis. Entscheiden wird der Stadtrat am 20. Juli.

Mehrheitlich stimmte der Ausschuss einem Projekt auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik an der Bornstedter Straße zu. Hier plant die Solaritec GmbH aus Rangsdorf (Brandenburg) die Errichtung einer rund ein Hektar großen Solaranlage. Die Investitionskosten beziffert die Firma mit rund 500.000 Euro. Laut Pia Ryll, Sachgebietsleiterin Stadtplanung und -sanierung, befinde sich die Fläche in Privatbesitz. Die Firma werde mit dem Eigentümer einen Pachtvertrag abschließen. Die Module sollen vom Straßenverlauf zurückgesetzt hinter einem Grünstreifen aufgestellt werden. Der erzeugte Strom soll ins Netz der Mitteldeutschen Netzgesellschaft Strom mbH (Mitnetz) eingespeist werden.

Einstimmig abgelehnt wurde dagegen ein Projekt im südlichen Zipfel der Gemarkung Osterhausen. Die Hamburger Firma Greentech will hier den „Solarpark Gatterstädt/Eisleben“ errichten. Die Anlage soll rund 130 Hektar umfassen. Der größte Teil würde auf dem Gebiet des Querfurter Ortsteils Gatterstädt liegen. Auf Osterhausen würden rund 22 Hektar entfallen. Eigentümerin ist die Stadt Eisleben. Sehr kritisch sahen die Ausschussmitglieder, dass es sich um landwirtschaftlich genutzte Flächen handelt. „Das kann man nur ablehnen“, so Harry Strohschein, sachkundiger Einwohner. Auch Andreas Gräbe (CDU/FDP-Fraktion) sagte, er könne nicht nachvollziehen, dass landwirtschaftliche Flächen für Photovoltaik genutzt werden sollen. Andreas Dümmler (AfD-Fraktion) wies darauf hin, dass 130 Hektar natürlicher Lebensraum eingezäunt werden sollen. (mz)