Hereinspaziert!

Weihnachtscircus macht noch bis Anfang Januar Station in Dessau

Zum fünften Mal heißt es in der Zeit von Heiligabend bis Heilige Drei Könige „Manege frei“ auf dem Platz vor dem Kraftwerk.

Von Heidi Thiemann 23.12.2021, 12:00
Das Zirkuszelt steht festlich beleuchtet vor dem Kraftwerk der Stadtwerke.  Am 24. Dezember beginnt dort der Weihnachtscirkus.
Das Zirkuszelt steht festlich beleuchtet vor dem Kraftwerk der Stadtwerke. Am 24. Dezember beginnt dort der Weihnachtscirkus. (Foto: Thomas Ruttke)

Dessau/MZ - Es wird nach Lebkuchen, Mandeln, Glühwein und Kinderpunsch duften. „Natürlich gehört ein kleiner Weihnachtsmarkt dazu, wenn der Weihnachtscircus in der Stadt ist“, sagt Liane Weisheit Köllner. Sie ist Chefin von Circus Karl Altoff Köllner und kann Heiligabend kaum erwarten. Denn dann öffnet sich das große Circuszelt für kleine und große Besucher zum ersten Mal. Vom 24.Dezember bis 6. Januar gastiert die bunte Welt mit Artisten, Clownerie, Tieren und weihnachtlichen Leckereien auf dem Platz vor dem Kraftwerk unterhalb der Dessauer Brauereibrücke.

Im vergangenen Jahr blieb das Zelt geschlossen. Zwei harte Pandemiejahre liegen hinter der Zirkusfamilie. Statt mit ihrem Mann in der Manege zu stehen („ich bin das Ziel in der Messerwerf-Show“), hat Liane Weisheit Köllner in einem Supermarkt gearbeitet. „Es musste weitergehen, wir wollten unsere Tiere nicht verkaufen, sondern behalten. Doch das kostet Geld“, blickt sie zurück. „Aber einmal Circus, immer Circus“, sagt sie und freut sich, dass die Familie - mittlerweile in achter Generation - mit anderen Artisten und Künstlern wieder Frohsinn verbreiten kann.

„Das Programm ist in jedem Jahr ein anderes. So bekommt auch unser Stammpublikum immer wieder etwas Neues geboten.“

Zum mittlerweile fünften Mal gastiert der Weihnachtscircus in Dessau. „Wir möchten Kult wie der Weihnachtsmarkt werden“, sagt die 51-jährige Circus-Chefin. „Und wünschen uns, dass wir Weihnachten hier ganz selbstverständlich dazugehören. Denn wir haben hier eine Heimat gefunden“, erzählt sie. In Micheln hat der Circus sein Winterquartier. Doch bevor es dorthin geht, heißt es von Heiligabend bis Heilige Drei Könige: Manege frei.

30 Artisten und 50 Tiere sind dabei. „Das Programm ist in jedem Jahr ein anderes. So bekommt auch unser Stammpublikum immer wieder etwas Neues geboten“, verrät Liane Weisheit Köllner. Das Publikum könne sich freuen auf das US-Todesrad, Riesenesel, Angola-Ziegen, eine riesen Hundeshow, Handstand-Equilibristik auf höchstem Niveau. Außerdem gibt es Livegesang, atemberaubende Artisten in schwindelerregender Höhe und nicht zu vergessen den Clown Francesco, der die Lachmuskeln der Besucher strapazieren wird, macht die Circus-Chefin neugierig.

Natürlich gibt es auch im Circus eine Bescherung

Und auch die achte Generation will schon mitmischen. Die Jüngste, Elisa, die erst vor drei Monaten geboren wurde, freilich noch nicht, aber Robert-Otto mit seinen vier Jahren macht schon mit bei der Clownerie. „Zu Weihnachten hat er sich ein Clownskostüm gewünscht, wie es Francesco hat“, verrät Liane Weisheit Köllner. Doch ob der Weihnachtsmann seinen Wunsch erfüllt? Das wird der Knirps Heiligabend erfahren.

Denn natürlich gibt es auch im Circus eine Bescherung. Aber erst, wenn die Gäste der Nachmittagsvorstellung nach Hause gegangen und alle Tiere versorgt sind. Dann kommt die gesamte Zirkusfamilie im Vorzelt zusammen, gibt es Gans und Überraschungen.

Schon am ersten Weihnachtsfeiertag lädt der Weihnachtscircus wieder ein, heißt es „Hereinspaziert...!“ ins warme Zelt, das mit 1.200 Glühlampen weihnachtlich in der Dunkelheit leuchtet.

Weihnachtscircus auf der Wiese am Kraftwerk vom 24. Dezember bis 6. Januar. Vorstellungen: täglich 16 Uhr, Heiligabend 14 Uhr. Der Silvester-Galaabend (mit Sektempfang und Feuerwerk) beginnt 19 Uhr. Am 1. Januar ist Ruhetag. Dienstags und mittwochs sind große Familientage: Erwachsene zahlen Kinderpreise.

Karten gibt es im Internet auf Eventim und eine Stunde vor Vorstellungsbeginn an der Circuskasse. Tickethotline: 0163/7779798. Im Circus gilt 2G plus. Ein Testmobil ist vor Ort.