Volkshochschule Dessau-Roßlau

Volkshochschule Dessau-Roßlau: Senioren bekommen einen eigenen Campus

Dessau-Roßlau - Dessau-Roßlau bekommt einen Seniorencampus. Das ist ein neues Bildungsangebot speziell für die ältere Generation. „Viele beklagen, dass die Stadt immer älter wird“, sagt Bernd Wolfram, Dessau-Roßlaus Seniorenbeauftragter.

Von Heidi Thiemann 24.02.2018, 13:00

Dessau-Roßlau bekommt einen Seniorencampus. Das ist ein neues Bildungsangebot speziell für die ältere Generation. „Viele beklagen, dass die Stadt immer älter wird“, sagt Bernd Wolfram, Dessau-Roßlaus Seniorenbeauftragter.

Ältere Leute haben heute eher Interesse am fortwährenden Lernen und möchten sich aktiv einbringen

Er findet: „Man sollte das vielmehr als Chance begreifen und diese Stadt liebenswerter machen.“

Immerhin: 25 000 der rund 82 500 Einwohner sind 65 und älter. Viele von ihnen hätten heutzutage andere Bedürfnisse als Menschen noch vor vielen Generationen, so Wolfram. Sie brächten sich aktiv ein, haben Interesse am fortwährende Lernen. Hier setzt der Seniorencampus an.

Erster Vortrag über "Die Kunst des Übersetzens" läuft bereits nächste Woche

Los geht es bereits in der kommenden Woche, wenn Professorin Uta Seewald-Heeg über „Die Kunst des Übersetzens“ den ersten Vortrag in der Campusreihe hält. Dass die Prodekanin der Hochschule Anhalt für den Auftakt gewonnen werden konnte, freut Wolfram besonders.

Insgesamt zehn Vorträge wird es im Frühjahrssemester der Volkshochschule geben, dazu kommen weitere Angebote, die als Kurse angelegt sind.

„Schon jetzt sind mehr als ein Drittel der Besucher unserer Volkshochschule älter als 65 Jahre“, weiß Volkshochschulleiter Thomas Lundershausen.

Volkshochschule hat die ältere Zielgruppe fest mit im Blick

So hatten sich im Herbstsemester 1 142 Frauen und Männer eingeschrieben, 427 von ihnen waren 65 und älter. Diese Zielgruppe habe die Einrichtung also mit im Blick.

Den Anstoß für das neue Bildungsprogramm gab aber ein Gesprächsforum zur Seniorenwoche im vergangenen Jahr. Das war moderiert worden von Roland Schöne, der das Seniorenkolleg an der TU Chemnitz leitet. Die Kolleg-Idee wurde in abgewandelter Form aufgegriffen.

„Wir verstehen uns als imaginärer Zusammenschluss mehrerer Einrichtungen, binden auch mehrere Bildungsorte mit ein und verstehen uns als lebendiger Ort des Lernens“, sagt Lundershausen.

Campusidee wird von mehreren Einrichtung unterstützt

Neben der Volkshochschule unterstützen die Anhaltische Landesbücherei, die Theaterpädagogik des Anhaltischen Theaters, die Arbeitsgruppe Junkerspfad des Technikmuseums „Hugo Junkers“, die Mundartgruppe „Christoph Hobusch“ und das Mehrgenerationenhaus die Campusidee.

Deren Kern sind zehn Vorträge im ersten Semester. Sie berühren die Bereiche Geschichte, Kultur, Landschaftsarchitektur, Literatur und Recht. Die Spanne reicht von „Klostergeschichten des Spätmittelalters“ über „Leichte Muse mit Gesang - Von der Operette zum Musical und zurück“ bis hin zu „Gartenreich, Gartenträume, Gartenwelten - Ideen aus Jahrhunderten ganz nah“.

Vorträge werden zur Nachmittagszeit an drei Standorten angeboten

Angeboten, so Lundershausen, werden die Vorträge zur Nachmittagszeit an verschiedenen Orten - in der Volkshochschule, in der Wissenschaftlichen Bibliothek und im Anhaltischen Theater.

Das Besondere: Das Mehrgenerationenhaus, das sich mit der Volkshochschule unter einem Dach in der Erdmannsdorffstraße befindet, kredenzt dazu Kaffee und Kuchen.

Interessierte können einzelne Vorträge, aber auch das Gesamtangebot wahrnehmen

Wer Lust habe, könne die gesamte Vortragsreihe buchen, so Lundershausen. Möglich sei aber auch, Vorträge einzeln zu besuchen. Ebenfalls im Angebot des Seniorencampus’ sind fünf Kurse. Englisch für Einsteiger ist ebenso dabei, wie die Einführung in Smartphone und Tablet oder Seniorensport unter dem Motto „Fit im Alter“.

››Weitere Informationen

zum Seniorencampus unter

www.vhs-dessau-rosslau.de

(mz)