Erster Tag und erster Akt

Robert Reck hat ersten Arbeitstag als neuer OB von Dessau-Roßlau - und mit ihm sechs Azubis

Von Annette Gens
Die neuen Rathaus-Auszubildenden mit dem OB und Nicola Seidel (li.) und Mathias Kiegeland vom Haupt- und Personalamt.
Die neuen Rathaus-Auszubildenden mit dem OB und Nicola Seidel (li.) und Mathias Kiegeland vom Haupt- und Personalamt. (Foto: A. Gens)

Dessau-Rosslau/MZ - Sie haben etwas gemeinsam mit ihrem neuen Chef. Denn Dessau-Roßlaus Oberbürgermeister Robert Reck ist seit Montag dieser Woche nach einigen Tagen Urlaub jetzt offiziell in Amt und Würden. Die sechs, die sich am Vormittag mit ihm vor dem alten Rathausportal fotografieren lassen, haben ebenfalls ihren ersten Tag. Sie beginnen im Dessauer Rathaus ihre Ausbildung.

Die Stadtverwaltung hat in diesem Jahr sechs Azubis aufgenommen. Fünf von ihnen - Milena Tellisch, Nele Jacobs, Joyce Joana Krause, Max Mikutta und Florian Ludwig Pietsch - werden eine dreijährige Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten absolvieren. Auf den 17-jährigen Dessauer Niclas Wurbs wartet eine Premiere: Er ist der erste, der im Rathaus zum Fachangestellten für Bäderbetriebe ausgebildet wird. Diesen Ausbildungsberuf gibt es erst seit wenigen Jahren, erzählt Wurbs. Er wird dreieinhalb Jahre auf der Schulbank sitzen. Sein Job ist es danach, den Bäderbetrieb in Frei- und Hallenbädern zu überwachen, die Badegäste dort zu betreuen. Ein Fachwirt für Bäderbetrieb muss sich aber auch mit den technischen Anlagen auskennen. Diese sind heutzutage schon etwas komplizierter.

Die Neuen im Rathaus stammen nicht alle aus Dessau-Roßlau, aber aus der Region. Sie sind unter anderem in Oranienbaum, hinter Roßlau oder in Quellendorf zuhause. Viele von ihnen kennen die Arbeit im öffentlichen Dienst aus Erzählungen - von Eltern oder Bekannten. Mancher hat beim ersten Gespräch mit OB Reck schon ganz konkrete Vorstellungen vom späteren Arbeitsleben. Eine möchte gerne einmal im Sozialamt arbeiten.

Niclas Wurbs aus Dessau fühlt sich für seinen künftigen Job ganz gut vorbereitet. Denn in der Freizeit treibt er regelmäßig Sport, erzählt er in der großen Vorstellungsrunde. Was Robert Reck gleich mehrfach aufgreift. Reck weiß aus seiner Arbeit als Wirtschaftsdezernent, dass es in den Bädern der Stadt personaltechnisch öfter mal klemmte. Er findet es deshalb besonders wichtig, dort die Reihen der Mitarbeiter zu stärken. Für alle aber gilt, Sporttreiben ist eine gute Sache, weil es sich bei den Arbeiten im Rathaus um sitzende Tätigkeiten handelt. „Sport ist ein guter Ausgleich“, legt er allen ans Herz, etwas körperlich zu tun. Und für den anstrengenden Arbeitsalltag hat er auch einen Tipp. Nicht immer werde da die Sonne scheinen. „Sie wird aber immer wieder zum Vorschein kommen“ sagt Reck hintergründig schmunzelnd.

Die neuen Azubis werden in den nächsten Wochen von Ausbildungsleiterin Franziska Seidel mit dem Rathaus-ABC vertraut gemacht. Die Einführungswochen haben begonnen. Dann wartet auf alle die Berufsschule. Im Laufe der Ausbildung lernen die Neuen dann schrittweise alle Ämter und deren Tätigkeiten in der Stadtverwaltung näher kennen.