Physiotherapeut in Kochstedt

Physiotherapeut in Kochstedt: Hagen Hemmerling ist seit zehn Jahren selbstständig

Kochstedt - Vor zehn Jahren machte sich der Physiotherapeut im alten Konsum selbstständig. Die Praxis ist ständig gewachsen.

Von Annette Gens

Fußballspielen, diesem Hobby frönt Hagen Hemmerling länger schon nicht mehr beim Verein in Reppichau, sondern bei den Alten Herren von TuS Kochstedt. Sein Weg zur Arbeit ist komfortabel kurz, was er sehr zu schätzen weiß. Seine Praxis „Physio und Sport“ ist immer stark nachgefragt.

Hagen Hemmerling, Heilpraktiker für Physiotherapie, erinnert sich dieser Tage daran, wie seine berufliche Entwicklung vor zehn Jahren in Kochstedt begann und wie sehr er sich inzwischen - im Beruf und auch mit seiner kleinen Familie - in dem Wohnort und in der Waldsiedlung wohlfühlt.

Komfortable 370 Quadratmeter mit etlichen Behandlungsräumen

2011 fand er als 32-Jähriger im alten Konsum gegenüber der Kirche geeignete Räumlichkeiten für eine eigene Praxis, nachdem er seit 2005 im Dessauer Norden Teilhaber einer Praxis gewesen ist. Relativ schnell stellte sich heraus, dass der Bedarf an Fläche größer als angenommen ist, erzählt er über den Abschied vom Kochstedter Konsum.

Vor fünf Jahren fand Hemmerling nahe dem Heideplatz in der Pfaffendorfer Straße neue Räumlichkeiten. Komfortable 370 Quadratmeter mit etlichen Behandlungsräumen - und die Möglichkeit, sich dort einen Wunsch zu erfüllen: Es wurde ein großzügiger Sportraum eingerichtet, welcher für Gruppentherapien und Vereinssport in Zusammenarbeit mit TuS Kochstedt genutzt wird.

Die Arbeit in der Physiotherapie geht trotz Lockdown weiter

Dieser Sportraum ist zwar im Moment für Gruppen wegen der Corona-Pandemie vorübergehend geschlossen. Hemmerling sieht das aber pragmatisch. Der Sportraum wird vorübergehend er als Behandlungsraum genutzt. Denn die Arbeit in der Physiotherapie geht trotz Lockdowns weiter. Behandelt werden Menschen mit sehr unterschiedlichen akuten Beschwerden und - auf Wunsch - seit geraumer Zeit auch ganzheitlich.

Hemmerling und dessen Kollegin Tina Gaulke haben sich auf ganzheitliche Therapien (Applied Kinesiology) in Kooperation mit einem Arzt oder Zahnarzt spezialisiert. Das ist für sie ein Weg, nicht - wie sonst oft Praxis - meistens symptomatisch zu behandeln, sondern den Ursachen von Beschwerden auf den Grund zu gehen.

Man fragt den Körper bei einem Muskeltest, ob beispielsweise ein Zahn die Beschwerden hervorruft oder vielleicht eine Narbe. Oder ob womöglich Umwelteinflüsse eine Rolle spielen könnten. „Als sektoraler Heilpraktiker kann man eigenverantwortlich tätig sein und ist nicht immer auf einen Arzt angewiesen“, genau das reizt den Wahl-Kochstedter.

„Zu uns kommen aber auch Patienten aus den umliegenden Orten - und aus der Innenstadt.“

Vor zehn Jahren noch hätte er sich nicht träumen lassen, dass er einmal acht Mitarbeiter hat. Worauf er persönlich wert legt und jeden einzelnen seines Teams bestärkt und unterstützt, ist Fortbildung, betont der Heilpraktiker für Physiotherapie. So haben sich beispielsweise erst jüngst zwei Kolleginnen von „Physio und Sport“ auf die Behandlung von Babys und Kleinkindern spezialisiert.

Dass die Physiotherapie in der Pfaffendorfer Straße zu rund zwei Dritteln von Kochstedtern genutzt wird, ist für Hemmerling normal. „Zu uns kommen aber auch Patienten aus den umliegenden Orten - und aus der Innenstadt.“ Sie sind sozusagen das Abbild des Teams, das verstreut ja ebenfalls im gesamten Stadtgebiet lebt. (mz)