Nach Insolvenzverfahren

Nach Insolvenzverfahren in Dessau: Neuanfang für Druschke am Zweit-Standort

Dessau - Nach der Insolvenz des Druschke-Modehauses wurde am 1. April mit einem neuen Unternehmen ein Neuanfang im zweiten Geschäft an der Kavalierstraße 73-75 gestartet. Wie der Insolvenzverwalter auf MZ-Nachfrage bestätigt, hat Philipp Druschke die eigene Firma „Hochzeitshaus Dessau“ ...

Von Lisa Garn
Hier geht es seit dem 1. April mit Druschke weiter.

Nach der Insolvenz des Druschke-Modehauses wurde am 1. April mit einem neuen Unternehmen ein Neuanfang im zweiten Geschäft an der Kavalierstraße 73-75 gestartet. Wie der Insolvenzverwalter auf MZ-Nachfrage bestätigt, hat Philipp Druschke die eigene Firma „Hochzeitshaus Dessau“ gegründet.

Ein neuer Mietvertrag mit der Dessauer Wohnungsgesellschaft (DWG) sei unterzeichnet worden. „Die Druschke Moden KG hatte das Geschäft zurückgegeben. Derzeit wird noch über einen Teilerhalt des Unternehmens verhandelt“, erklärt Insolvenzverwalter Henning Schorisch von der Hallenser Kanzlei „hww“.

Druschke-Stammsitz musste geschlossen werden

Für die Druschke Moden KG ist Anfang April das Insolvenzverfahren offiziell eröffnet worden. Zum Betrieb gehörten der Stammsitz in der Kavalierstraße 58-64 und das Geschäft schräg gegenüber in der Nummer 73-75. Beide schlossen am 31. März. Mit der neuen Firma des Sohnes Philipp Druschke soll „wenigstens ein Teil der Druschke Moden KG gesichert werden“.

Auch Waren aus deren Bestand sind gekauft worden. „Verhandelt wird jetzt über einen Verkauf von weiteren Teilen des Unternehmens, hier bedarf es der Zustimmung der berechtigten Gläubiger“, sagt Schorisch. „Ebenso steht die Frage, ob das bekannte Logo der Druschke Moden behalten werden kann.“

Ursprünglich waren beide Geschäfte von der Insolvenz betroffen

Zuletzt war es zu Irritationen um die zwei Geschäfte gekommen. Weil beide zur Druschke Moden KG gehörten, waren auch beide von der Insolvenz betroffen. Wie der Insolvenzverwalter auf Anfrage vergangene Woche mitgeteilt hatte, gab es für das Unternehmen keine Möglichkeit der Fortführung.

Die Gesellschafter seien dazu auch nicht bereit gewesen. Mit der Schließung würden keine Mitarbeiter mehr beschäftigt. Erklärt hatte er aber auch auf Nachfrage nicht, warum das zweite Geschäft gegenüber des geschlossenen Stammsitzes auch nach dem 31. März geöffnet war.

Mit der Übernahme durch eine neue Firma befinde man sich nun auf einem guten Weg, so Schorisch. Zu weiteren Details im Insolvenzverfahren und zum Konzept für das zweite Ladengeschäft wollte er mit Blick auf laufende Verhandlungen keine Auskunft geben. (mz)