Veränderte Corona-Schutzmaßnahmen bis 2. April

Nach Corona-Lockerung: In Dessau-Roßlau brauchen Bus- und Bahnfahrer keinen 3G-Nachweis mehr

Die Übergangsfrist bringt auch wenige weitere Veränderungen: So müssen die Dessauer bei Familienfeiern ihre Gäste nicht mehr abzählen.

Von Sylke Kaufhold Aktualisiert: 22.03.2022, 14:12
Die  Eingangskontrolle in der Volkshochschule wird es weiterhin geben. Für die Kursteilnahme ist ein 3G-Nachweis vorzulegen.
Die Eingangskontrolle in der Volkshochschule wird es weiterhin geben. Für die Kursteilnahme ist ein 3G-Nachweis vorzulegen. (Foto: Thomas Ruttke)

Dessau-Roßlau/MZ - Es sollte weitreichende Lockerungen der Coronamaßnahmen geben zum 20. März. So hatte es der Bund angekündigt. Doch daraus wurde nichts. Zu hoch sind die aktuellen Infektionszahlen. So wurden mit der 16. Eindämmungsverordnung zwar einige Stellschrauben - wie Kontaktbeschränkungen und Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen - gelockert, grundsätzlich bleiben die Coronaschutzmaßnahmen aber bestehen.

Die Landesregierung hat eine Übergangsregelung bis zum 2. April beschlossen. Für die Dessau-Roßlauer ändert sich damit im Alltag wenig. Nach wie vor bleibt der medizinische Mund-Nasen-Schutz ein wichtiger Begleiter, der beim Einkaufen, Gaststätten-, Theater- oder Museumsbesuch gefordert ist.

Beim Hallensport sind weiterhin Abstände einzuhalten

Nicht mehr nötig ist das Zählen der anwesenden Personen, etwa bei Familienfeiern. Auch Kultur- und Sportveranstalter müssen darauf nicht mehr achten. „Die Zahl der Zuschauer ist nicht mehr beschränkt, das ist natürlich schön für unsere Vereine“, sagt Marion Bretschneider, Geschäftsführerin des Stadtsportbundes. Ohne Einschränkungen sei auch bisher schon der Trainingsbetrieb im Freien bei den Vereinen gelaufen, berichtet Bretschneider. Anders sieht das für den Hallensport aus. „Hier gelten weiterhin die Abstandsregelungen und das bedeutet, dass einige Sportarten weiterhin nur eingeschränkt betrieben werden können“. Für den Hallensport müssen die Aktiven auch weiterhin einen Geimpft- Genesenen- oder Testnachweis vorlegen. „Bis zum 2. April ändert sich also in unserem Sportbetrieb nicht viel“, so die Geschäftsführerin des Stadtsportbundes.

Das Anhaltische Theater bleibt vorsichtig

Auch die Sprecherin des Anhaltischen Theaters, Franziska Blech kündigt vorerst keinerlei Veränderungen bei den Besuchsregeln an. „Für unsere Veranstaltungen gilt weiterhin 2G-Plus und eine Maskenempfehlung“, sagt sie auf MZ-Anfrage.

In der UCI-Kinowelt kann man das Filmerlebnis genießen, wenn man einen 3G-Nachweis plus Lichtbildausweis vorgelegt hat. Dies gilt seit Sonntag. Beim Aufenthalt im Foyer ist eine Maske zu tragen. Auch Volkshochschulkurse dürfen weiterhin nur mit 3G-Nachweis besucht werden. Am Eingang erfolgt eine entsprechende Kontrolle. „Das gilt bis 2. April, dann hoffen wir auf Lockerungen“, sagt VHS-Leiter Thomas Lundershausen.

Wer mit Bus und Bahn unterwegs ist, benötigt hingegen seit Sonntag keinen 3G-Nachweis mehr, teilt der Sprecher der Dessauer Verkehrsgesellschaft, Christian Mattke mit. Vier Monate lang mussten die Nachweise von den Fahrgästen vorgelegt werden. „Die Mehrheit hat sich daran gehalten, wir haben bei unseren stichprobenartigen Kontrollen nur wenige Verstöße festgestellt“, berichtet Mattke. Letztlich hätten sich die Erfahrungen, die sie schon bei Einführung der Maskenpflicht im ÖPNV gemacht hätten, bestätigt. „Nun schauen wir, ob mit dem Wegfall der 3G-Regel die Fahrgastzahlen vielleicht wieder steigen“, so der Sprecher. Das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes bleibt Pflicht, zumindest in den nächsten vierzehn Tagen.

Im Avendi-Heim in Kochstedt läuft der Betrieb unter Coronabedingungen sehr gut

Im Avendi-Seniorenheim in der Waldsiedlung in Kochstedt ist der Betrieb unter Coronabedingungen längst zur Routine geworden. Masken- und Testpflicht für Besucher stehen weiterhin - wie in anderen Senioren- und Pflegeeinrichtungen auch - auf der Tagesordnung. „Es hat sich nichts verändert“, sagt denn auch Heimleiterin Angela Zinke. Maximal zehn Besucher darf jeder Bewohner empfangen. Eine Testmöglichkeit bietet das Heim vor Ort an. In den öffentlichen Bereichen sind FFP2-Masken zu tragen. „Es läuft in ruhigen Bahnen, alles hat sich eingespielt“, schätzt Zinke ein. Das Infektionsgeschehen unter den Bewohnern sei niedrig, auftretende Fälle verliefen moderat. „98 Prozent unserer Bewohner sind viermal geimpft. Das, und die anderen Schutzmaßnahmen geben uns Sicherheit“, sagt die Heimleiterin.