„Mokka-Milch-Eisbar“-Hochhaus

„Mokka-Milch-Eisbar“-Hochhaus in Dessau: Die ersten Mieter sollen schon 2017 einziehen

Dessau - Das traditionsreiche „Mokka-Milch-Eisbar“-Hochhaus ist verkauft und wird ausgebaut. Im Frühjahr sollen erste Mieter einziehen.

Von Heidi Thiemann

„Hier wird alles neu, alles schick“, sagt Andreas Schindler von der Thor Projekt GmbH aus Leipzig. Die Firma ist Generalunternehmer und baut derzeit das Hochhaus an der Kreuzung Askanische-/Amalienstraße aus.

Vielen Dessauern ist es als „Mokka-Milch-Eisbar“ in Erinnerung. Noch heute ist die Werbung mit den Eisbechern an der Hausfassade präsent und verweist auf die legendäre Eisbar im Erdgeschoss.

Über 1.000 Quadratmeter Wohnraum

52 Jahre ist es her, dass die ersten Bewohner in den Zehngeschosser westlich des Stadtzentrums zogen. Zuletzt stand das Haus, das der Dessauer Wohnungsbaugesellschaft (DWG) gehörte, leer.

Im Herbst letzten Jahres umwarb die Stadt auf der Expo Real in München potenzielle Käufer mit dem Haus, das über 1.000 Quadratmeter Wohnraum bietet. Mit Erfolg. Eine Gesellschaft aus Berlin ist der neue Eigentümer, sagt Schindler. Und: Die Gesellschaft sei auch an weiteren Hauskäufen von der DWG interessiert.

Erste Mieter im Frühjahr 2017

Im Frühjahr nächsten Jahres sollen die ersten Mieter in das dann neu ausgebaute Hochhaus einziehen. Ein Vermietungsbüro gibt es allerdings noch nicht, bittet Schindler um Geduld. Denn in der MZ-Redaktion gab es bereits mehrere Anfragen zum Hochhaus und wohin man als Interessent sich wenden könne.

Denn dass in dem Haus selbst etwas passiert, ist augenscheinlich. Vor dem Zugang zum Haus gibt es ein umzäuntes Areal, Material wird angeliefert, Abbruchmaterial entsorgt.

54 Wohnungen auf neun Etagen

„Es ist schon mehr passiert, als man vielleicht vermuten könnte“, sagt Schindler. Die Wohnungsgrundrisse wurden zum Teil verändert. 54 Ein- und Zweiraumwohnungen wird es auf neun Etagen geben. Gegenwärtig seien die Trockenbauer bei der Arbeit, werden Elektroleitungen verlegt.

Neu werden auch Heizung- und Sanitäranlagen, Fenster und Fahrstuhl sein, so Schindler auf MZ-Nachfrage. Sobald es ans Vermieten des Objektes geht, erklärt er, werde eine Musterwohnung eingerichtet sein und könne gezeigt werden, was im Haus entsteht.

Ursprünglich sei von den Eigentümern angedacht gewesen, dass die DWG die Vermietung mit übernimmt, „aber das Unternehmen verwaltet nur seine eigenen Immobilien“. Doch auch dieses Problem werde demnächst gelöst. (mz)