Millionen-Invest der Datel

Millionen-Invest der Datel in Dessau-Roßlau: Schnelles Internet für für tausende Firmen und Einwohner

Rodleben/Dessau - Stadtwerke-Tochter schafft für knapp zehn Millionen Euro eine digitale Infrastruktur für 1.000 Firmen und 5.000 Einwohner.

Von Detmar Oppenkowski

Jörg Dommert ist über die neue Anbindung an die digitale Autobahn erleichtert. Über viele Jahre hat sich der Marketingleiter in der Dessauer Schaltschrank- und Gehäusetechnik GmbH über das langsame Internet im Industrie- und Gewerbegebiet „Flugplatz Dessau“ geärgert. „Bislang war es nahezu unmöglich, tagsüber die großen 3D-Pakete mit den Konstruktionsplänen an unsere Kunden zu senden“, sagt er und meint: „Doch dieses Kapitel gehört nun der Vergangenheit an.“

Seit wenigen Tagen ist die Firma eines von knapp 1.000 Unternehmen, die nun bei Bedarf an das schnelle Internet angeschlossen werden können. Auch geschätzte 5.000 Einwohner können die neue digitale Schnellstraße nutzen.

Die Daten- und Telekommunikationsgesellschaft (kurz: Datel) - eine Stadtwerketochter - hat in den vergangenen 14 Monaten neben den Unternehmen an 19 Gewerbestandorten auch Haushalte in elf Ortsteilen nördlich der Elbe technisch neu ausgestattet und rund 50 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. „Damit sind Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 50 Megabit pro Sekunde für Privat- und 100 Megabit pro Sekunde für Gewerbekunden garantiert“, sagt Stadtwerk-Chef Thomas Zänger. Knapp zehn Million Euro - inklusive einer zehnprozentigen Förderung durch EU und Bund - hat die Datel dafür investiert.

Trotz einer sechsmonatigen Verzögerung bei der Fertigstellung ist Peter Kuras zufrieden

Trotz einer sechsmonatigen Verzögerung bei der Fertigstellung ist Peter Kuras zufrieden. Bei einer öffentlichen Veranstaltung anlässlich des Abschlusses des flächendeckenden Breitbandausbaus in den bislang unterversorgten Bereichen des Stadtgebietes sagt Dessau-Roßlaus Oberbürgermeister am Montag im Rodlebener Gemeindezentrum: „Damit ist ein wichtiger Meilenstein in der weiteren Entwicklung der Stadt zu einem modernen und zugleich lebenswerten Wirtschafts- und Wohnstandort gelegt.“

Während der Rodlebener Ortsbürgermeister Frank Rumpf meint, dass „viele Bürger lange darauf gewartet haben und nun zufrieden sind“, sagt Jörg Dommert von Schaltschrank- und Gehäusetechnik GmbH abschließend: „Durch diese Investition ist unser Standort mit den 130 Arbeitsplätzen nun wettbewerbs- und konkurrenzfähig und damit gesichert.“ (mz)

Über schnelles Internet verfügen nun Rodleben, Sollnitz, Meinsdorf, Mühlstedt, Streetz/Natho, Neeken, Brambach, Rietzmeck, Roßlau, Tornau und Bernsdorf. Der Beginn der Arbeiten startete in Rodleben.