Insolvenzverfahren eröffnet

Insolvenzverfahren eröffnet: Druschke am Stammsitz geschlossen - Zukunft ist unklar

Dessau - Das insolvente Modehaus Druschke ist seit Dienstag an seinem Stammsitz in der Kavalierstraße geschlossen. Das hat der Insolvenzverwalter Henning Schorisch von der Berliner Kanzlei „hww“ auf MZ-Anfrage ...

Von Lisa Garn
Seit dieser Woche sind die Schaufenster bei Druschke leergeräumt.

Das insolvente Modehaus Druschke ist seit Dienstag an seinem Stammsitz in der Kavalierstraße geschlossen. Das hat der Insolvenzverwalter Henning Schorisch von der Berliner Kanzlei „hww“ auf MZ-Anfrage bestätigt.

„Seit dem 1. April beschäftigt die Druschke Moden KG keine Mitarbeiter mehr.“ Zu weiteren Fragen wollte Schorisch keine Auskunft geben. Nur so viel: Das Insolvenzverfahren sei am Sonntag offiziell eröffnet worden.

Ende Februar war Insolvenzantrag gestellt worden

Ende Februar hatte die Firma Druschke Moden KG am Amtsgericht Dessau-Roßlau einen Insolvenzantrag gestellt. Im März gab es einen Räumungsverkauf im Haupthaus. Als Gründe für die Insolvenz hatte Schorisch, damals vorläufiger Insolvenzverwalter, Umsatzrückgänge genannt, die Höhe der Verbindlichkeiten läge im sechsstelligen Bereich.

Der Anwalt hatte auch erklärt, dass beide Geschäfte in der Kavalierstraße zur Druschke Moden KG gehörten und von der Insolvenz betroffen seien: sowohl der Stammsitz im so genannten Druschke-Block als auch das „Hochzeitshaus Dessau“ schräg gegenüber an der Kavalierstraße 73-75. Diese Filiale war an diesem Dienstag geöffnet. Wie das mit der Aussage zusammen passt, dass die Firma keine Mitarbeiter mehr beschäftige, wurde auf Nachfrage nicht erklärt.

Im März hatte das Unternehmen noch sieben Mitarbeiter

Schorisch hatte im März mitgeteilt, dass er über den Erhalt der Firma verhandele. Damals waren noch sieben Mitarbeiter beschäftigt gewesen. Wie es mit dem „Hochzeitshaus Dessau“ weiter geht, dazu wollte sich der Insolvenzverwalter am Dienstag nicht äußern. Ebenso nicht dazu, ob ein Verkauf in Frage kommt. „Ich kann derzeit noch keine Aussage zu Fortführungsoptionen machen.“

(mz)

Im Druschke-Geschäft in der Kavalierstraße 58-64 hat im März ein Insolvenzausverkauf stattgefunden. Nun ist es geschlossen.