Heftige Gewitter

Heftige Gewitter: Keller und Straßen in Dessau überflutet

Dessau-Roßlau - Die heftigen Gewitter, die am Montagabend über Sachsen-Anhalt gezogen sind, haben Dessau-Roßlau besonders getroffen. Laut  ARD-Wettermann Karsten Schwanke fielen in der Stadt 77 Liter Regenwasser pro Quadratmeter -  und damit die bundesweit die höchste Regenmenge. Wusterwitz in Brandenburg kam als Zweiter auf 67 Liter pro ...

24.05.2016, 06:47

Die heftigen Gewitter, die am Montagabend über Sachsen-Anhalt gezogen sind, haben Dessau-Roßlau besonders getroffen. Laut  ARD-Wettermann Karsten Schwanke fielen in der Stadt 77 Liter Regenwasser pro Quadratmeter -  und damit die bundesweit die höchste Regenmenge. Wusterwitz in Brandenburg kam als Zweiter auf 67 Liter pro Quadratmeter.

Die Feuerwehr musste im Stadtteil Dessau zu 51 Einsätzen ausrücken, seit 23 Uhr waren die Rettungskräfte pausenlos im Einsatz.

Überflutete Keller und Straßen

Besonders im Ortsteil Mosigkau hatten laut Einsatzleitstelle der Feuerwehr die Regenmassen für übervolle Keller und Straßen gesorgt. Überflutet waren die Kreuzung Orangeriestraße/Hanfgarten und zum Teil auch die Lichtenauer Straße. Auch der Mühlgraben war zweitweise über das Ufer getreten, hier habe sich die Lage aber wieder entspannt. Gefordert war die Feuerwehr zudem in der Mannheimer Straße.

Überlaufen des Klärwerks verhindert

Der Regen war so stark, dass auch die Dessauer Stadtwerke reagieren mussten: Die drei 15.000 Kubikmeter fassenden Rückhaltebecken am Klärwerk in Ziebigk waren ab 0.30 Uhr so voll gelaufen, dass ein so genannter „Mischwasserabschlag“ vorgenommen werden musste. Das heißt: Das Wasser wurde direkt in die Elbe geleitet. „Das war notwendig und ist in der wasserrechtlichen Genehmigung der Anlage geregelt“, sagte Stadtwerke-Sprecher Christian Mattke.

TV-Ausfall nach Blitzeinschlag

Beim städtischen Tochterunternehmen Datel traten aufgrund des Gewitters zudem ab 22 Uhr Störungen beim Fernsehempfang auf.  Nachdem ein Blitzeinschlag eine Empfangseinheit außer Gefecht setzte, blieben die TV-Bildschirme schließlich völlig schwarz. Laut den Stadtwerken wurde auf ein zweites System umgestellt, seit 7.30 Uhr liege das Fernsehsignal wieder in vollem Umfang an.

Ruhig blieb es hingegen im Stadtteil Roßlau, hier waren keine Einsätze notwendig. 

Derzeit sind die Feuerwehr Dessau-Roßlau und die Freiwilligen Feuerwehren Kühnau, Alten, Mosigkau, Süd und Waldersee noch im Einsatz. (mz)