Garitz Garitz: Leckres Brot und Speckkuchen
Garitz/MZ/gbl. - Der Blechkuchen wurde Samstag mit den geschickten Händen eines Fachmanns und mit Hilfe einer Maßlatte in exakt gleich große Stücke zerteilt. Hellmar Hinze, Mitglied des Heimat- und Backofenvereins Garitz / Klein-Leitzkau, hatte dabei den Hut auf. Ofenmeister Alexander Reiche hantierte indessen mit dem großen Schieber und seinem etwa zwei Meter langen Holzgriff an der offenen Ofenklappe. Die Hitze hier war fast unerträglich. Hinzu kamen die schweißtreibenden Tagestemperaturen. Aber
die Kunden auf dem Festplatz warteten auf den nächsten Schub an Waren. Da gab es wenig Pausen. "Nein, wir haben eigentlich nicht viel vom Fest. Feierabend ist erst am späten Abend möglich. Da kommen wir rechtzeitig frisch geduscht zum Tanz", meinte Hellmar Hinze.
Aber das Wichtigste war allen Organisatoren bzw. Mitgliedern des Vereins, dass sich die Besucher wohlfühlen in Garitz und unbeschwerte Stunden verleben. Und auf dem Festplatz herrschte emsiges Treiben. Neben Speis und Trank - bei der Hitze besonders wichtig - ließen sich die Besucher mit musikalischen Genüssen verwöhnen. Die "Dessauer Blasmusik" spielte auf und die Coswiger Gruppe "Face to face" lud zum Tanz. Ein buntes Programm erlebten auch die jüngeren Gäste mit Wettkämpfen, Basteln und Schminkstation.
Über das Bühnenprogramm informierte Erna. Die Kabarettistin ging durch die Bankreihen und unterhielt die Besucher mit Witz und Humor, machte schon mit Hilfe ihrer unverwechselbaren Hausfrauenbekleidung mit großem Staubwedel in der Hand auf den Bühnenauftritt aufmerksam. Tanz und Kremserfahrt, Kegeln und Dreikampf mit Bierglasstemmen, Bierfasswerfen und Bierglasschieben sowie viele weitere kulturelle und sportliche Einlagen rundeten den Tag ab.
Ohne die Unterstützung der vielen Helfer und Sponsoren aber, meinte Wolfgang Grube, Leiter des Heimat- und Backofenvereins Garitz / Klein-Leitzkau e. V., anerkennend, wäre das traditionelle Backofenfest in Garitz nicht durchführbar gewesen.