Erstaunliche Karriere

Vertrag bei Dynamo Dresden - Morris Schröter aus Holzweißig spielt künftig 2. Liga

Von Tobias Große
Morris Schröter
Morris Schröter (Foto: imago/jan huebner)

Wolfen - Als Morris Schröter noch klein war, war das Jahnstadion in Wolfen die eigene Welt, und das Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden eine Art Traum. „Ich war als kleines Kind ab und an bei den Spielen der SGD als Zuschauer dabei“, hat der heutige Profi, der in Wolfen geboren und beim ehemaligen FC Grün-Weiß fußballerisch groß wurde, in dieser Woche am Rande seiner Vorstellung als Neuzugang beim Zweitliga-Aufsteiger Dresden erzählt. „Ich freue mich, nun selbst hoffentlich schon bald vor den besonderen Dynamo-Fans spielen zu dürfen.“

Mit dem Holzweißiger Schröter spielt ein Kicker aus der Region künftig in der 2. Fußball-Bundesliga. Im Alter von zwölf Jahren wechselte er damals aus der Wolfener Jugend in die Nachwuchsabteilung des 1. FC Magdeburg. Zur Saison 2013/14 gelang ihm dort der Sprung in die Profimannschaft, wo Schröter bis 2015 seine ersten Erfahrungen im Herrenbereich sammelte und im gleichen Jahr die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost gewann.

Morris Schröter sorgte in der vergangenen Saison beim FSV Zwickau für Furore

Darauf folgte der Wechsel zum FSV Zwickau, mit dem er in seiner ersten Spielzeit erneut die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost und somit den Aufstieg in die 3. Liga feierte. Seitdem kam der Flügelspieler dort mehr als 150 Mal in der 3. Liga zum Einsatz, und war vor allem in der abgelaufenen Saison ein Leistungsträger: In 37 Pflichtspielen gelangen Morris Schröter elf Tore und acht Vorlagen.

Nun also folgt mit dem ablösefreien Wechsel nach Dresden der Schritt in Liga zwei. „Ich hatte bei den Gesprächen mit den Verantwortlichen von Anfang an ein gutes Gefühl und möchte mich nun so schnell wie möglich in die Mannschaft integrieren und an das neue Umfeld und die neue Spielklasse gewöhnen, um an meine Leistungen aus der letzten Saison anknüpfen zu können“, wird der Holzweißiger von der SG Dynamo zitiert. Und wer weiß: Vielleicht sitzt dann wieder ein Kind aus der Region auf der Tribüne und tritt irgendwann in Schröters Fußstapfen. (mz)