Der Joker macht’s

Maik Gundelwein aus Wolfen macht seit 15 Jahren erfolgreich Werbung für andere

Der Wolfener hat vor 15 Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Es war für ihn der richtige Weg.

Von Michael Maul 19.09.2021, 09:00
Maik Gundelwein ist seit 15 Jahren sein eigener Chef. Mit seiner Firma erledigt er viele Aufträge in Sachen Werbung.
Maik Gundelwein ist seit 15 Jahren sein eigener Chef. Mit seiner Firma erledigt er viele Aufträge in Sachen Werbung. (Foto: Michael Maul)

Wolfen/MZ - Seit 15 Jahren ist der 39-jährige Wolfener sein eigener Chef. Es war ein Schritt, den er bis heute nicht bereut hat. „Ich kann mit den Kunden reden und sie für etwas begeistern“, sagt Maik Gundelwein, der trotz seiner Arbeit im Büro und bei den Kunden noch viel ehrenamtliche Arbeit leistet.

Trotz der Lehre als Elektroinstallateur hat er sich immer für Werbung in jeder Form interessiert. Deshalb führte ihn sein Weg auch zur Wolfener Firma MB-Werbung, bei der er sich erste Sporen in Richtung Gestaltung verdiente.

In Steinfurth gleich neben dem Bürgerverein hat er vor einem Jahr ein leerstehendes Objekt gekauft und eingerichtet

Nach der Bundeswehr zog es den engagierte Mann nach Leipzig. Dort studierte er zwei Jahre Mediengestalter und merkte, dass ihm diese Fach besonders lag. „Da ist der Funke übergesprungen“, meint er lachend. Und noch eine Geschichte hat Gundelwein parat. Der Name Joker-Werbung ist eigentlich auf Anregung einer seiner ersten Kundinnen entstanden. „Ich habe für Frau Zimmermann aus Bobbau Visitenkarten angefertigt. Die haben ihr scheinbar so gut gefallen dass sie meinte, damit den Joker zu haben. Das war die Geburtsstunde des Firmennamens.“

Nun ist Maik Gundelwein nicht Bill Gates, der in der Garage seinen Weg in die Welt genommen hat. Er will es auch nicht. Ihm ist die Heimat wichtig. Dennoch war es das Kinderzimmer, dass ihm am Anfang als Büro diente. „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ war und ist noch heute seine Devise. Nach mehreren Stationen in der Stadt Bitterfeld-Wolfen steht nun der Firmensitz fest. In Steinfurth gleich neben dem Bürgerverein hat er vor einem Jahr ein leerstehendes Objekt gekauft und eingerichtet.

Gundelwein merkt aber auch, dass gerade jetzt zu Coronazeiten Aufträge nicht wie Unkraut aus dem Boden wachsen

„Hier haben meine zwei Mitarbeiter und ich genügend Platz uns zu entfalten und Kundenwünsche in allen Formen zu erfüllen“, beschreibt er sein Arbeitsgebiet. Die Stadt, der Landkreis sowie viele ortsansässige Firmen sind seine Auftraggeber. Man kennt sich und kann sich aufeinander verlassen, weiß Gundelwein. Das ist für ihn sehr wichtig, denn auch in der Freiwilligen Feuerwehr ist er engagiert. „Wenn der Pieper geht, wissen meine Leute schon, dass ich gleich weg bin“, sagt er und weiß, dass er sich auf seine Kollegen verlassen kann. „Die Arbeit bleibt jedenfalls nicht liegen.“

Gundelwein merkt aber auch, dass gerade jetzt zu Coronazeiten Aufträge nicht wie Unkraut aus dem Boden wachsen. „Man muss vorbeugen, den ich möchte meine Mitarbeiter behalten und ihnen regelmäßig ihr Gehalt zahlen.“ Deshalb arbeitet er, nach einem Jahr Brandbekämpfung in Hamburg, in seinem zweiten Job als Berufsfeuerwehrmann in Wittenberg. „Das ist ein recht krisenfester Job.“ Und so ganz nebenbei engagiert er sich noch für die DLRG sowie als Rettungssanitäter.