Ein letztes Fest wird zum emotionalen Höhepunkt Großer Andrang zum Abschied
Bei letzter Ausgabe von „Weihnachten im Stall“ werden alle Lose in Rekordzeit verkauft.

Mösslitz/MZ. - Was zunächst verhalten beginnt, entwickelt sich im Laufe des Tages zu einem großen Andrang: Zur letzten Auflage von „Weihnachten im Stall“ kommen wieder zahlreiche Besucher auf das Klostergut Mößlitz. Organisiert von Kerstin Schulz und ihrem Team steht die Veranstaltung erneut ganz im Zeichen der Unterstützung für das Kinderhospiz Bärenherz in Leipzig.
Kurz vor dem Krippenspiel sind zunächst nur wenige Gäste vor Ort. Doch dieser Eindruck täuscht. Mit Beginn des Programms füllt sich das Gelände schnell. Besucher reisen nicht nur aus Zörbig, sondern auch aus der weiteren Umgebung an. Der neue Pächter des Klosterguts eröffnet die Veranstaltung gemeinsam mit seiner Familie und Freunden. Nach dem Krippenspiel nimmt die Spendenaktion rasant Fahrt auf. Innerhalb kurzer Zeit sind alle 8.850 Lose ausgegeben – ein Rekord. In manchen Jahren bleiben Lose übrig, diesmal nicht. Viele Besucher greifen direkt großzügig zu und erwerben gleich größere Mengen.
Dadurch bilden sich lange Warteschlangen an den Losständen. Teilweise stehen Menschen über einen längeren Zeitraum an. Die Situation fordert das Helferteam stark. Die Ausgabe kommt zeitweise kaum hinterher. Neben viel Verständnis gibt es auch vereinzelte Beschwerden aus den Reihen der Wartenden. Gleichzeitig erfahren die Helfer viel Zuspruch. Zahlreiche Besucher bedanken sich ausdrücklich für den Einsatz und sprechen Weihnachtswünsche aus. „Meine Mädels haben ihr Bestes gegeben“, sagt Kerstin Schulz. „Es war anstrengend, aber wir haben es gemeinsam geschafft.“ Allein durch den Losverkauf steht ein Betrag von 8.850 Euro fest. Hinzu kommen Einnahmen aus den Ständen sowie weitere Spenden. Für die kleinen Besucher gibt es trotz fehlender Tiere eine besondere Überraschung: Der Weihnachtsmann erscheint gemeinsam mit der Feuerwehr. Die Beteiligung der Freiwilligen Feuerwehr stößt auf große Begeisterung. Viele Helfer sind seit Jahren dabei, andere unterstützen erstmals.
Alle engagieren sich freiwillig und wissen, wofür sie sich einsetzen. Die Stimmung im Team bleibt hoch, auch wenn spürbar ist, dass es ein Abschied ist. Viele Besucher äußern ihre Traurigkeit darüber, dass die Veranstaltung nicht fortgeführt wird. Ob und wie es weitergeht, bleibt offen. Fest steht: Am Ende kann eine Rekordsumme von 14.500 Euro an das Kinderhospiz Bärenherz übergeben werden.
Für Kerstin Schulz und ihr Team ist das ein starkes Zeichen. Die Dankbarkeit gegenüber Helfern, Sponsoren und Besuchern überwiegt – auch wenn der Abschied schwerfällt.