Bäume entwurzelt, Äste fallen

Feuerwehr bilanziert über 160 Einsätze - Sturmtief „Ignatz“ hinterlässt Schäden in Anhalt-Bitterfeld

21.10.2021, 10:11 • Aktualisiert: 21.10.2021, 17:05
Ein Kleintransporter ist auf der A9 durch den Sturm umgekippt.
Ein Kleintransporter ist auf der A9 durch den Sturm umgekippt. Foto: Feuerwehr

Anhalt-Bitterfeld/MZ - Alarmstimmung bei den Kameraden der Feuerwehren des Altkreises Bitterfeld. Das Sturmtief Ignatz lässt ihnen seit dem frühen Morgen keine Ruhe. Abgeknickte und entwurzelte Bäume und Äste  müssen von Wegen und Straßen entfernt werden. Keine leichte Arbeit, denn es besteht immer die Gefahr, dass die Helfer selbst verletzt werden.

Um 5.11 Uhr mussten die Kamerdaden der Feuerwehr Schmerzbach das erste Mal ausrücken. Durch den starken Wind war an der B 100 in Höhe der Einfahrt zum Heidecamp ein Baum auf die Straße gestürzt. Ab 8.23 Uhr ging es dann im Minutentakt  in Bitterfeld, Gröbern, Wolfen, Roitzsch und Schwemsal weiter.

Die Feuerwehr ist in Roitzsch im Einsatz.
Die Feuerwehr ist in Roitzsch im Einsatz.
Foto: Feuerwehr

Gegen 16 Uhr bilanzierte Sven Okon, der Administrator der Leitstelle Anhalt-Bitterfeld, insgesamt 160 Einsätze. Dabei seien allerdings die internen Weiterleitungen nicht mit einberechnet, was bedeutet, dass sich die Zahlen noch weiter erhöhen werden.

Stark getroffen wurde Hoyersdorf. Dort war das Dach eines Hauses weggeflogen. In Raguhn und Jeßnitz war zeitweise der Strom ausgefallen, weil Bäume auf Leitungen gestürzt waren. Zu einem Unfall durch zu starke Windeinwirkung musten die Thalheimer und Sandersdorfer Feuerwehrleute gegen 12.45 Uhr auf die A 9 ausrücken. In der Nähe der Anschlussstelle Halle war ein polnischer Kleintransporter umgekippt. „Wir haben die Plane abgeschnitten um die Windlast zu nehmen“, sagt Daniel Lüdecke. Dem Fahrer war bei dem Unfall nichts passiert.

In Hoyersdorf wurde ein Dach abgedeckt und de Stromleitung beschädigt.
In Hoyersdorf wurde ein Dach abgedeckt und de Stromleitung beschädigt.
Foto: Maul

Verletzt wurde nach ersten Erkenntnisse niemand. Die Feuerwehr warnt aber alle Menschen vor dem Betreten von Wäldern, aber auch an Straßen mit großen Bäumen sei Vorsicht geboten. Da die Bäueme derzeit noch viel Laub tragen, würden sie ein große Angriffsfläche für den Sturm bieten.