Verwaltung lahmgelegt

Drei Wochen nach Hacker-Angriff: Was in Anhalt-Bitterfeld wieder geht - und was nicht

Inzwischen wurde auch die Bundeswehr um Unterstützung gebeten.

Landkreisverwaltung Anhalt-Bitterfeld in Köthen
Landkreisverwaltung Anhalt-Bitterfeld in Köthen (Foto: Ute Nicklisch)

Anhalt-Bitterfeld/MZ - Rund drei Wochen nach dem Hacker-Angriff auf die Kreisverwaltung von Anhalt-Bitterfeld können immer mehr Dienste wieder ihren Betrieb aufnehmen - einige andere, wie etwa die Kfz-Zulassung, lassen aber weiterhin auf sich warten. Das hat der Landkreis am Montag mitgeteilt.

Die Bereiche Vormundschaft, Betreuungsbehörde, Wohngeld, Eingliederungshilfe, Hilfe zur Pflege, Blindenhilfe, BaföG, AFBG und Vergaben können demnach dank externer Hilfe wieder bereitgestellt werden. Kontaktmöglichkeiten sollen in Kürze auf der Homepage des Landkreises bekanntgegeben werden.

Ein Sorgenkind bleiben aber weiterhin die Kfz-Zulassungen: „Dem Landkreis ist bewusst, dass viele Unternehmen und viele Bürgerinnen und Bürger diese Dienstleistung dringend benötigen“, sagt Kreissprecher Udo Pawelczyk in einer Pressemitteilung. „Der Landkreis setzt alle personellen und technischen Ressourcen daran, dass in dieser Woche zumindest ein Zeithorizont eröffnet werden kann.“

Zahlungsverpflichtungen könne man inzwischen wieder nachkommen und auch die Notinfrastruktur funktioniere, sodass alle Ämter nach innen wie außen wieder per E-Mail erreichbar sind. In vier bis fünf Wochen erwarte man, dass das neue Netzwerk der Kreisverwaltung nutzbar sei.

Von der angeforderten Bundeswehr erhofft man sich unterdessen Unterstützung bei „Forensik und dem Wiederaufbau der technischen Infrastruktur“, so Pawelczyk.