Eurocamp endet

„Bernburg wurde zur Kulisse eines europäischen Sommermärchens“

Teilnehmer verabschieden sich und tauschen sich zum Abschluss mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsidenten Reiner Haseloff aus.

Die Eurocampteilnehmer nach der Märchennacht auf der Wiese an der Waldauer Kirche.
Die Eurocampteilnehmer nach der Märchennacht auf der Wiese an der Waldauer Kirche. (Foto: Daniel Adler)

Bernburg/MZ/DA - Erlebnisreiche 14 Tage in Bernburg liegen hinter 22 jungen Erwachsenen aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Deutschland, Island, Italien, Kroatien, Polen, Portugal, Spanien und der Tschechischen Republik.

Sie haben am inzwischen 30. Eurocamp und damit der traditionsreichsten internationalen Jugendbegegnung des Landes Sachsen-Anhalt teilgenommen. Am Samstag ging es für die Teilnehmer zwischen 17 und 26 Jahren wieder nach Hause, heißt es in einer Pressemitteilung.

Im Gepäck haben sie viele Erlebnisse vom Länderabend über die Märchennacht bis zu Kanutouren und einer Harzwanderung. Lange Zeit war nicht gewiss, ob die Jugendbegegnung stattfinden können wird. Doch sobald sich aufgrund der sinkenden Inzidenzwerte die Möglichkeit eröffnete, war den Organisatoren, Kooperationspartnern und Geldgebern klar:

Dieses Eurocamp wird - wenn auch in kleinerer Gruppe - in Präsenz stattfinden. „Das haben wir nicht bereut“, resümiert Projektleiter Daniel Adler. „Im vergangenen Jahr haben wir das Eurocamp online organisiert und waren selbst erstaunt, wie gut das virtuell funktionierte. Dennoch ersetzt keine Online-Plattform die direkte Begegnung, die gemeinsamen Ausflüge, das Aufeinandertreffen und miteinander kommunizieren in der Freizeit und außerhalb des Programms.“

„Die Lage von Bernburg ist großartig, inmitten von Kultur und Natur.“

Fatma Allamani (18), Albanien

„Die Lage von Bernburg ist großartig, inmitten von Kultur und Natur“, sagt die 18-jährige Fatma Allamani aus Albanien. „Der wunderbare Harz ist nicht weit weg und die größeren Städte sind auch sehr schnell erreichbar. Ich werde auf jeden Fall wiederkommen“.

„Im Eurocamp sind wir zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen“, fügt der gleichaltrige Isländer Stefán Þór Sigurðsson hinzu. „Die Mischung aus kreativer Zeit, Arbeitseinsätzen, Ausflügen in die Region sowie Workshops und Diskussionsrunden war top. Wir fühlten uns nach kurzer Zeit mittendrin im Geschehen. Man lernt sich, die anderen und die Umgebung viel intensiver kennen als wenn man beispielsweise touristisch unterwegs ist.“

„Es ist vor und seit Corona so viel passiert in Europa – wo kann man sich sonst darüber intensiv mit Gleichaltrigen austauschen? Ich bin auch sehr froh, dass ich jetzt jedes Land mit konkreten Gesichtern und Erlebnissen verbinden kann, dadurch ist Europa nicht mehr so abstrakt“, merkt Vanessa Tschorn (20) aus Halberstadt an.

Bernburg wurde zur Kulisse eines europäischen Sommermärchens, nicht nur im übertragenen Sinn. Die Auseinandersetzung mit bekannten Märchen und die Erarbeitung modernen Märchenstoffs zogen sich wie ein rotes Band durch die gesamte Begegnung und mündete schließlich in der Märchennacht auf der Wiese an der Waldauer Kirche.

Zum Abschluss tauschte sich Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) mit den Teilnehmern zu ihren Erlebnissen aus. Über die persönliche Begegnung zeigte er sich besonders erfreut:

„Ich hoffe, dass alle mit vielen guten Eindrücken und Erinnerungen in ihre Heimat zurückkehren.“

Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU)

„Nach einem Jahr der pandemiebedingten Einschränkungen konnten die 22 jungen Erwachsenen aus zehn Ländern hier in Sachsen-Anhalt viel lernen und sich umfassend austauschen. Darüber, wie sich ihr Leben 2020 gewandelt hat - und auch was sie sich für ein Europa zukünftig wünschen. Ich hoffe, dass alle mit vielen guten Eindrücken und Erinnerungen in ihre Heimat zurückkehren.“

Die Stadt selbst zeigt sich zufrieden, dass viele junge Menschen mit positiven Eindrücken zurück in ihre Heimatländer reisen und Bernburg nach 20 Jahren zum wiederholten Mal Austragungsort der europäischen Jugendbegegnung wurde.

Ein neues Spielgerät der Kindertagesstätte „Benjamin Blümchen“, an dessen Aufbau die Camp-Teilnehmenden tatkräftig beteiligt waren und die Unterstützung bei der Skatenight sorgen für nachhaltige Erinnerungen.

Das Eurocamp wird von der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt organisiert und fand 2021 in Kooperation mit der Stadt Bernburg statt. Finanziert wird die Jugendbegegnung aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt.