„Lasst die Sterne hängen“

Weihnachtssterne sollen bis Lichtmess am 2. Februar hängen bleiben: Pfarrerin Bremer Aschersleben will Zeichen der Hoffnung setzen

Aschersleben - Anne Bremer erklärt dazu: 40 Tage nach dem 25. Dezember brachten Maria und Josef ihren Sohn in den Tempel, und der Priester Simeon erkannte in diesem Kind den neuen König. Er sieht Jesus - dessen Augen öffnen sich und die Hoffnung wird ganz groß.

Ein Herrnhuter Stern

Die Weisen aus dem Morgenland sahen den Stern, der sie zur Krippe führte. Für sie war der Stern das Zeichen für Licht und Hoffnung auf den neuen König. Sie folgten ihm und kamen an. So lautet die christliche Geschichte um die drei heiligen Könige im neuen Testament.

Darauf aufbauend hat sich der evangelische Pfarrbereich Aschersleben eine Aktion zum Mitmachen für alle überlegt, ob Christ oder nicht: „Lasst die Sterne hängen“, ruft Pfarrerin Anne Bremer auf und meint damit die traditionellen Weihnachtssterne in und an den Häusern.

Sie haben vielerorts in der Adventszeit geleuchtet. Und was vielleicht nur christliche Familien wissen: Die Weihnachtszeit endet erst am 2. Februar mit „Lichtmess“.

40 Tage nach dem 25. Dezember brachten Maria und Josef ihren Sohn in den Tempel

Anne Bremer erklärt dazu: 40 Tage nach dem 25. Dezember brachten Maria und Josef ihren Sohn in den Tempel, und der Priester Simeon erkannte in diesem Kind den neuen König. Er sieht Jesus - dessen Augen öffnen sich und die Hoffnung wird ganz groß.

Diesen Ausblick sollen nun die Sterne dieser Tage symbolisieren. „Jeder Mensch braucht ein Licht, ein Zeichen, das den Weg leuchtet. Gerade in dieser Zeit brauchen wir Hoffnungs- und Mutzeichen“, so die Pfarrerin aus Aschersleben.

Für sie ist es besonders in Krisenzeiten wichtig, dass so viele Menschen wie möglich noch kleine Lichtpunkte setzen. „Der Januar ist immer ganz schrecklich, weil auf einmal alles Licht weg ist, dabei ist es doch immer noch dunkel und der Frühling noch weit.

Vielleicht können wir die Sterne hängen lassen und uns gegenseitig so Mut machen. Die Regenbögen des Januar sozusagen“, erinnert sie an die bunten Kinderzeichnungen an den Fenstern zu Beginn der Pandemie. (mz/kh)