„Entscheidung fiel nicht leicht“

Weihnachtsmarkt in Aschersleben wird abgesagt

„Es ist besser, den Weihnachtsmarkt jetzt abzusagen, als diesen zu einem späteren Zeitpunkt abbrechen zu müssen“, findet Matthias Poeschel.

Von Regine Lotzmann 19.11.2021, 18:47 • Aktualisiert: 22.11.2021, 09:05
In Aschersleben findet kein Weihnachtsmarkt statt.
In Aschersleben findet kein Weihnachtsmarkt statt. Foto/Montage: Gehrmann

Aschersleben/MZ - Die Stadt hatte bis zuletzt gehofft, doch nun hat sie sich angesichts steigender Corona-Zahlen entschieden: Der Ascherslebener Weihnachtsmarkt wird abgesagt. „In der heutigen Sitzung des Krisenstabes der Stadt Aschersleben unter Leitung von Oberbürgermeister Andreas Michelmann hat die Stadt Aschersleben gemeinsam mit der Aschersleber Kulturanstalt die Absage des Weihnachtsmarktes 2021 beschlossen“, informiert Stadtsprecherin Annett Krake am frühen Freitagabend.

„Diese Entscheidung ist nicht leicht gefallen, zumal bereits 2020 der Weihnachtsmarkt abgesagt werden musste“, gibt Krake zu. Doch die aktuelle und in nächster Zeit weiter zu erwartende Entwicklung der Corona-Lage - derzeit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz im Salzlandkreis schon bei 455 - lasse keine andere Entscheidung zu. Auch Aschersleben hat mit aktuell 131 Covid-19-Infizierten die 100er-Marke schon seit Tagen geknackt.

„Es ist zum aktuellen Zeitpunkt einfach besser, den Weihnachtsmarkt jetzt abzusagen, als diesen zu einem späteren Zeitpunkt abbrechen zu müssen“, findet Matthias Poeschel. Der Vorstand der Aschersleber Kulturanstalt spricht davon, dass die Mehrzahl der Händler, mit denen er bereits Gespräche geführt hatte, um Klarheit in dieser Frage gebeten hätten.

„Wir bedauern diese Entscheidung sehr“, gibt auch Oberbürgermeister Andreas Michelmann (Widab) zu. „Aber hier geht es zum einen um die Gesundheit der Besucher des Weihnachtsmarktes und auch um Planungssicherheit für die Händler.“

Ob in diesem Zuge auch gleich das Lichterfest am kommenden Freitag abgesagt wird, ist allerdings noch nicht klar. „Wir müssen uns da noch beraten“, gibt Gilde-Chef Martin Lampadius zu. An der riesigen Kugel auf dem Holzmarkt hält die Gilde aber fest.