Regionalverband Harz

Regionalverband Harz : Spielplatz steht unter Beobachtung

Aschersleben - Die Aschersleber Kulturanstalt (Aka) beteiligt sich am Naturparkwettbewerb des Regionalverbandes Harz. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf schönen und frei zugänglichen Spielplätzen. Wie es aussieht, gehört der Spielplatz auf der Herrenbreite zu den aussichtsreichen sieben „Kandidaten“ unter den insgesamt zwölf Bewerbern. Denn nur diese sind von der Jury des Regionalverbandes besucht ...

Von Kerstin Beier 08.09.2016, 10:27

Die Aschersleber Kulturanstalt (Aka) beteiligt sich am Naturparkwettbewerb des Regionalverbandes Harz. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf schönen und frei zugänglichen Spielplätzen. Wie es aussieht, gehört der Spielplatz auf der Herrenbreite zu den aussichtsreichen sieben „Kandidaten“ unter den insgesamt zwölf Bewerbern. Denn nur diese sind von der Jury des Regionalverbandes besucht worden.

Am Dienstag haben sich die Männer und Frauen aus dem Harz, darunter ein Architekt, Marketingfachleute und ein Gartenbauingenieur, selbst ein Bild gemacht von der Anlage, die zur Landesgartenschau 2010 völlig neu gestaltet wurde. Die hölzernen Spielgeräte symbolisieren die Reisen des in Aschersleben geborenen Universalgelehrten Adam Olearius, dessen Wirken sich wie ein roter Faden durch die Parks und Gärten in der Innenstadt zieht.

Viel Nettes war zu hören von den Besuchern aus dem Harz. Geschäftsführer Klaus George zum Beispiel lobte die enormen Veränderungen, die sich in den vergangenen Jahren in Aschersleben vollzogen haben. „Es ist wunderschön grün in Aschersleben“, sagte er. Der Wettbewerb wähle ganz bewusst innerörtliche Themen aus, weil es um mehr gehe als um „schöne Landschaften“. Das Thema Spielplätze biete sich daher geradezu an. Bewertet werde nach verschiedenen Kriterien. Allzu viel wollten die Gäste noch nicht verraten, doch es war offensichtlich, dass sie das Konzept als überzeugend bewerten. Besonders gefalle, dass die Geräte wie Skulpturen in die Landschaft eingebettet sind.

Von den Bestrebungen im Stadtrat, den Platz mit weiteren Geräten zu ergänzen, um die Spielmöglichkeiten zu erweitern, haben sie bereits gehört. „Was auf jeden Fall vermieden werden sollte, ist ein Stilbruch“, so George. Aus seiner Sicht ist weniger an dieser Stelle mehr. „Kinder machen aus wenig ganz viel“, sagt er.

Er findet es wichtiger, dass der jetzige gute Zustand auch auf Dauer gehalten werde. „Das Schöne hier ist ja, dass alles ineinandergreift“, sagt auch Günter Piegser, Stadtplaner und Architekt. Er sieht schon jetzt viele Spielmöglichkeiten mit Wasser und Sand, die Kinder können laufen, klettern, sich verstecken ... „Die Gefahr, dass das Harmonische zerstört wird, ist sehr groß“, findet er.

Der Regionalverband schreibt den Wettbewerb in fünf Landkreisen aus: Harzkreis, Goslar, Mansfeld-Südharz, Nordhausen und Osterode/Harz. Außerdem in den Städten Aschersleben und Seeland wegen der Nähe zur Harzregion. Der Naturparkpreis, der das Zusammengehörigkeitsgefühl der Harzregionen fördern soll, ist erstmals 1999 ausgelobt worden.

Zu gewinnen gibt es neben einer Urkunde einen Sachpreis im Wert von bis zu 500 Euro. Dazu kommt eine Veröffentlichung in großer Auflage, die überregional Aufmerksamkeit für einen der schönsten Spielplätze in der Harzregion erzeugen könne. Und selbst, wenn die Publikation eines Tages vergriffen sein sollte: „Im Netz bleibt es stehen“, so Christiane Linke, im Regionalverband für Kulturförderung zuständig. (mz)