Hitzefolgen in Aschersleben

Hitzefolgen in Aschersleben: Rund um den Mond soll’s wieder grünen

Aschersleben - Der Sommer ist auf der Zielgeraden und die Wetterfrösche kündigen noch einmal für mehrere Tage heißes Wetter jenseits der 30 Grad Marke an. Mensch, Tier und Pflanzen werden ins Schwitzen geraten. Und so wird vorgesorgt. Zum Beispiel mit Wasser im ...

Von Marion Lange und Harald Vopel 23.08.2016, 13:39

Der Sommer ist auf der Zielgeraden und die Wetterfrösche kündigen noch einmal für mehrere Tage heißes Wetter jenseits der 30 Grad Marke an. Mensch, Tier und Pflanzen werden ins Schwitzen geraten. Und so wird vorgesorgt. Zum Beispiel mit Wasser im Kühlschrank.

„Wir versorgen damit auch unsere Mitarbeiter. Die Kästen mit Mineralwasser stehen schon parat. So wie die Pflanzen viel Wasser brauchen, müssen wir auch sehen, dass es unseren Mitarbeitern gut geht“, sagt Holger Dietrich, Mitarbeiter im Bauwirtschaftshof und Herr über das Grün der Stadt Aschersleben.

Eventuell werde man auch die Arbeitszeiten etwas verlegen, so dass keiner in der brütenden Mittagshitze unterwegs ist. Denn zu Spitzenzeiten gilt es zwischen 4.000 und 7.500 Liter Wasser an die Pflanzen, die sich in der Innenstadt in 50 sogenannten Modulen befinden, zu vergießen. „Wir wässern alle zwei Tage. Aber dann so kräftig, dass die Wurzeln genügen Wasser aufnehmen können“, sagt er. Das gilt auch für etwa 50 junge Bäume, die in den letzten drei Jahren gepflanzt worden. Darunter sind auch die Bäume, die in der Aktion „Mein Baum für Aschersleben“ angepflanzt sind.

Ein bisschen Sorgen macht sich der Fachmann um die Pflanzen, die es derzeit neu auf dem Ascherslebener Friedhof gibt. Dort wurden erst vor zwei Wochen 14 neue Bäume und knapp 3 000 Bodendecker gepflanzt.

„Hier sind die Wurzeln noch nicht so ausgebildet. Deshalb brauchen diese Pflanzen mehr Wasser als andere“, sagt er. Allein ein Mitarbeiter sei acht Stunden lang jeden zweiten Tag mit den Gießen der jungen Pflanzen und Bäume auf dem Friedhof beschäftigt.

Sorgenkind Stadtpark

Ein Sorgenkind ist auch der Ascherslebener Stadtpark. „Dort holen sich die Bäume das ganze Wasser, so dass wir immer Sorgen um die Stauden haben, die dort wirklich kämpfen müssen“, sagt Holger Dietrich. Deshalb sind dort nicht nur zwei Roboter im Einsatz, sondern auch noch drei Sprenger und die Lebenshilfe versorgt die Pflanzen per Handwässerung. „Hier würde sich durchaus die Investition einer automatischen Bewässerung lohnen. Dann wäre das Problem gelöst“, erklärt er.

Die angekündigte Hitzewelle beeinflusst auch die Nachbereitung des Ascania-Pferdefestivals, das bis zum Sonntag auf der Herrenbreite veranstaltet wurde. Festival-Chef-Organisator Harald Sporreiter erklärt, dass der arg lädierte Rasen rund um die Mond-Skulptur, wo sich während des Festivals der Abbreiteplatz befand, in diesem Jahr von Grund auf saniert werde.

Das gehe angesichts der Wetterprognose aber nicht sofort. „Wir werden dort mit der Rasensanierung warten, bis der nächste größere Regen in Sicht ist“, so Sporreiter. Schneller gehe es dagegen mit der Rasennachsaat auf der weniger in Mitleidenschaft gezogenen Parcour-Fläche.  (mz)