Toiletten, Parkplätze

Friedhof Schmidtmannstraße Aschersleben: Weitere Toiletten und Parkplätze für Besucher

Aschersleben - Die Pläne für das Jahr 2019 sind geschmiedet. Die aus Sicht des Geschäftsführers André Könnecke wichtigsten Projekte will der Ascherslebener Bauwirtschaftshof auch in diesem Jahr auf dem Friedhof an der Schmidtmannstraße ...

Von Harald Vopel 10.02.2019, 10:56

Die Pläne für das Jahr 2019 sind geschmiedet. Die aus Sicht des Geschäftsführers André Könnecke wichtigsten Projekte will der Ascherslebener Bauwirtschaftshof auch in diesem Jahr auf dem Friedhof an der Schmidtmannstraße umsetzen.

„Warum der Friedhof schon wieder im Mittelpunkt steht? Ganz einfach - weil sich in der weiter zurückliegenden Vergangenheit ein Investitionsstau gebildet hat“, erklärt Könnecke. Außerdem sei man mit der inzwischen begonnenen Umgestaltung der Anlage noch längst nicht fertig. „In Sachen Infrastruktur müssen wir noch weiter nachziehen.“

Zusätzliche Toiletten für Besucher sind geplant

Um die noch besucherfreundlicher zu gestalten, ist vorgesehen, am Eingang Oberstraße eine zusätzliche Toilettenanlage einzurichten. In der oberen Hälfte des Friedhofs seien erfahrungsgemäß die meisten Besucher unterwegs. Für die Toilettenanlage wird es wahrscheinlich eine Containerlösung geben.

Allerdings eine, die sich auch optisch in das Gelände einfügt. Da kommt dem Friedhofsbetreiber zumindest aus finanzieller Sicht zugute, dass sämtliche Anschlüsse wie etwa für Wasser und Strom bereits vorhanden sind.

Außerdem soll 2019 ein bereits seit Jahren akutes Problem entschärft werden: der Mangel an Parkplätzen im Umfeld des Friedhofs. Die ganz große Lösung ist angesichts des aktuellen Angebots an geeigneten Flächen zwar nicht zu erwarten, aber immerhin eine Linderung des Problems.

20 weitere Parkplätze durch Verkleinerung des Tierfriedhofes

Man habe mit der inzwischen erfolgten Verkleinerung des Tierfriedhofes so viel Platz gewonnen, dass dort etwa 20 Stellplätze eingerichtet werden können, erklärt Könnecke. Der Parkplatz kann dann über die Zufahrt vom Gierslebener Weg aus erreicht werden. „Das ist alles mit vergleichbar geringem Aufwand zu erledigen“, ist sich Könnecke sicher.

Auf einigen Bestattungsflächen wird es inzwischen eng. Das betreffe vor allem die Olearien-Grabanlagen. Die würden besonders stark nachgefragt. Derzeit seien hier gerade noch zwei Grabstellen frei. Deshalb werden vier neue am sogenannten Querweg angelegt. Inklusive separater Ruhezonen, erklärt der Chef des Bauwirtschaftshofes.

Wunsch nach weiteren Führungen mit „Schwarzer Witwe“

Der verspricht auch, dass es in diesem Jahr eine Neuauflage der Führungen mit der „Schwarzen Witwe“ über den nächtlichen Friedhof geben wird. Die seien unter dem Motto „Von Leichenbitter, Totenkronen und Wiedergängern“ - anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Bauwirtschaftshofes - im September 2018 so gut angekommen, dass sich viele Teilnehmer eine Fortführung der Veranstaltung gewünscht hätten.

Erweiterungen der pflegefreien Grabanlagen sind auch für die Ortsteile Mehringen und Winningen geplant. In Winningen gäbe es allerdings noch Gesprächsbedarf. Dort habe Ortsbürgermeister Axel Pich derzeit noch andere Ideen zur Gestaltung.

Die alte Leichenhalle soll wieder genutzt werden

Auch für den Zeitraum über das Jahr 2019 hinaus habe man bereits Vorstellungen zur weiteren Veränderung des Ascherslebener Friedhofs, verrät André Könnecke. Unter anderem soll die alte Leichenhalle wieder genutzt werden. Sie soll in mehreren Schritten saniert und umgebaut werden. „Zu einer Art Dienstleistungszentrum.“ Dort könnte unter anderem auch die Friedhofsverwaltung einziehen, heißt es.

In diesem Zusammenhang müssten auch mehrere alte Garagen, die derzeit als Lagerräume genutzt werden, abgerissen und durch neue Fertiggaragen ersetzt werden. Ein Planungsbüro sei gerade dabei, die Kosten für ein solches Projekt zu ermitteln. Die Pläne sollen bereits im Sommer auf dem Tisch liegen. Für das dann frei werdende Verwaltungsgebäude kann sich Könnecke beispielsweise eine Nutzung als Friedhofscafé vorstellen. „Man muss ja Visionen haben“, blickt der Bauwirtschaftshof-Chef in die nicht ganz so ferne Zukunft. (mz)