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Millionenprojekt SAP und Fresenius treiben Einsatz von KI in Kliniken voran

Künstliche Intelligenz soll im Krankenhausalltag die Arbeit von Ärzten und Pflegern erleichtern. Für ein neues Projekt arbeiten nun der Softwareriese und Deutschlands größter Klinikbetreiber zusammen.

Von dpa 19.01.2026, 11:17
SAP-Chef Christian Klein verspricht Maßstäbe für Datenhoheit, Sicherheit und Innovation im Gesundheitswesen. (Archivbild)
SAP-Chef Christian Klein verspricht Maßstäbe für Datenhoheit, Sicherheit und Innovation im Gesundheitswesen. (Archivbild) Uwe Anspach/dpa

Frankfurt/Main - Deutschlands größter Softwarekonzern SAP und der Klinikbetreiber Fresenius wollen gemeinsam künstliche Intelligenz (KI) im Gesundheitswesen voranbringen. Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft solle eine Plattform aufgebaut werden, die vernetzte und datengetriebene Gesundheitsprozesse ermöglicht, teilte Fresenius in Bad Homburg mit. Bei dem Projekt planten die beiden Dax-Konzerne, mittelfristig einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag zu investieren. 

„Wir machen Daten und KI zu alltäglichen Begleitern, die für Ärzte und Krankenhausteams sicher, einfach und skalierbar sind“, sagte Fresenius-Chef Michael Sen. Damit schaffe man mehr Raum für die Versorgung von Patientinnen und Patienten. 

Fresenius Helios ist Deutschlands größter Klinikbetreiber. In mehr als 80 Krankenhäusern und rund 220 Medizinischen Versorgungszentren werden jährlich rund 5,5 Millionen Menschen hierzulande behandelt. Über die Tochtergesellschaft Quirónsalud ist das Unternehmen zudem in Spanien und Lateinamerika aktiv. 

Klein: Grundlage für souveräne Gesundheitsplattform

Schon heute kann KI Ärzten helfen, Krankheiten zu erkennen und die richtigen Entscheidungen zu treffen, etwa bei bildgebenden Verfahren bei Radiologen. Bei Fresenius soll das Fachpersonal KI-gestützt bessere Entscheidung bei der Diagnostik treffen. Auch könnten Abläufe beschleunigen werden. Die finale Entscheidung über Behandlungen liege aber immer bei den Ärzten, hieß es. 

Mit der Technologie von SAP und der Expertise von Fresenius wolle man die Grundlage für eine souveräne Gesundheitsplattform für Fresenius weltweit schaffen, sagte SAP-Chef Christian Klein. „Damit wollen wir gemeinsam neue Maßstäbe für Datenhoheit, Sicherheit und Innovation im Gesundheitswesen setzen.“ 

Ziel ist demnach ein integriertes, erweiterbares und datenbasiertes digitales System, das Kliniken und medizinischen Einrichtungen den sicheren Einsatz von KI ermöglicht, auch im Umgang mit sensiblen Patientendaten.