Stauprognose Geht's am Wochenende ohne „Staufrust“ über die Autobahnen?
Freie Fahrt? Eigentlich schon, aber nicht überall! Welche Strecken am Wochenende zur Nervenprobe werden könnten und worauf Skitouristen in Österreich und der Schweiz besonders beachten sollten.

Berlin - Wer am kommenden Wochenende (23. bis 25. Januar) auf die Autobahn fahren will, hat gute Chancen, ohne Störungen ans Ziel zu kommen. Der Auto Club Europa (ACE) erwartet im Großen und Ganzen ein Wochenende „ohne Staufrust“. Auch der ADAC geht davon aus, dass man gut durchkommt, „sofern das Wetter mitspielt.“
So erwarten die Clubs insgesamt nur ein moderates Verkehrsaufkommen. Längere Staus seien nicht zu erwarten. Doch Skiurlauber können auf den Strecken zu und von den Wintersportgebieten der Mittelgebirge und Alpen durchaus für ein paar Verzögerungen sorgen. Und dann ist da ja auch noch der Berufsverkehr am Freitagnachmittag.
So läuft der Verkehr am Samstag und Sonntag
Am Samstagvormittag steigt dann das Reiseverkehrsaufkommen auf den klassischen Anreiserouten in Richtung der Alpen und in die Mittelgebirge. Gefahr für Staus sieht der ACE speziell im Süden der Republik, etwa auf der Autobahn 8 in Richtung München oder auf der A7 in Richtung Füssen.
Betroffen dürften dazu auch die Zufahrten in die Wintersportregionen sein. Der Verkehr auf den Rückreisestrecken wird dann am späten Vormittag spürbarer - an frühen Nachmittag dürfte es wieder ruhiger werden.
Am Sonntag machen sich Rückreisende vermutlich ab Mittag bis in den Abend hinein bemerkbar. Zudem sind auch Tagestouristen unterwegs. Doch insgesamt dürften die Staugefahr gering und längere Staus die Ausnahme bleiben.
Staugefahr durch Baustellen, Vollsperrungen und Witterung
Länger dauern kann es im Bereich von Baustellen: Die Jahreszeit sorge zwar für weniger – der ADAC nennt aktuell „nur“ rund 550 –, dennoch bleiben sie ein häufiger Grund für stockenden Verkehr und vereinzelte Staus.
Auch Vollsperrungen und entsprechende Umleitungen sind ursächlich dafür, dass es mancherorts länger dauert. Und nicht zuletzt ist aktuell immer wieder mit winterlicher Witterung und entsprechenden Verzögerungen zu rechnen.
Der ACE und der ADAC erwarten auf folgenden Autobahnen mehr Verkehr und Staus (oft in beiden Richtungen):
In Österreich und in der Schweiz sind es vor allem Wintersportler, die auf dem Weg zu ihren Zielen sind oder sich auf den Heimweg machen. Aber etwa der ADAC erwartet jedoch weder viele noch lange Staus und sieht das höchste Verkehrsaufkommen für den Samstag und Sonntag in den Vormittags- und späten Nachmittagsstunden voraus.
Insbesondere nennt der Autoclub in Österreich die West-, Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn sowie die Fernpass-Route, die Arlbergschnellstraße sowie die Tiroler, Salzburger und Vorarlberger Bundesstraßen.
Rund um Kitzbühel wird's voll
Beide Clubs machen auch noch auf das traditionelle Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel (19. bis 25. Januar) aufmerksam: Da dürfte es speziell nach den verschiedenen Rennläufen am Freitag, Samstag und Sonntag zu zusätzlichen Abreisewellen vom Veranstaltungsort kommen.
Auch in der Schweiz sind viele Skitouristen unterwegs
In der Schweiz müsse auf der Gotthard- und der San-Bernardino-Route, den Zufahrtsstraßen der Skigebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz mit längeren Wartezeiten gerechnet werden. Auch die Routen Bern – Zürich – St. Margarethen und Basel – Zürich – Chur sind demzufolge staugefährdet.
Weiterhin Stauschwerpunkte auf Österreichs Autobahnen
Probleme drohen auf wichtigen Autobahnen in Österreich weiterhin durch Baustellen. Das gilt etwa für die Brennerautobahn aufgrund der Generalsanierung der Luegbrücke. Daher kann es gerade zu Stoßzeiten immer wieder zu Verzögerungen und Staus kommen. Der ADAC stellt online weitere Informationen bereit. Auch auf dem nicht mehr grundsätzlich gesperrten Reschenpass (B 180) ist weiterhin mit Behinderungen zu rechnen.
Zudem sind im Bundesland Tirol die gesamte Wintersaison hindurch Fahrverbote für den Ausweichverkehr in Kraft - die betroffenen Strecken und Zeiten lassen sich auf der Informationsseite des Bundeslands Tirol ansehen.
Wartezeiten an den Grenzen sind weiter möglich
Im letzten Frühjahr wurden die Einreisekontrollen an allen deutschen Grenzen verschärft. Allerdings soll der Pendel- und Reiseverkehr laut ADAC möglichst wenig beeinträchtigt werden. Die Kontrollen seien stichprobenartig, nicht alle Fahrzeuge würden angehalten.
Dennoch kann es speziell an den Übergängen von Österreich – Suben (A3), Walserberg (A8) und Kiefersfelden (A93) – zu Wartezeiten kommen.
Die aktuellen Reisezeiten in Echtzeit lassen sich für viele wichtige Transitkorridore des österreichischen Autobahnnetzes in nördlicher und südlicher Richtung auf der Internetseite der Asfinag ansehen.