Gefahr für Nutzer

Kaufland-Kettenbrief breitet sich über Whatsapp und Facebook aus

Über Whatsapp und Facebook verbreitet sich ein Kettenbrief zu Kaufland-Geschenkkarten. Was es damit auf sich hat.

26.02.2018, 08:30
Kaufland wird 50 Jahre. Das Jubiläum nutzen Betrüger aus und bringen einen Kettenbrief in Umlauf.
Kaufland wird 50 Jahre. Das Jubiläum nutzen Betrüger aus und bringen einen Kettenbrief in Umlauf. imago stock&people

In diesem Jahr feiert Discounter Kaufland seinen 50. Geburtstag. Diesen eigentlichen Grund zum Feiern haben Internetbetrüger aufgegriffen, um einen Kettenbrief mit mutmaßlichen Kaufland-Geschenkkarten in Höhe von 199 Euro über den Kurzmitteilungsdienst Whatsapp sowie Facebook zu verbreiten.

Dabei versuchen die Betrüger, ahnungslose Nutzer in eine Falle zu locken, statt ihnen eine Geschenkkarte des Discounter zu überlassen. „Guck mal! Geschenkkarte von Kaufland. Sie feiern ihren Jahrestag. Ist glaube ich ein beschränktes Angebot. Habe mir meinen auch schon geholt“, heißt es in der Nachricht, die gerade oft geteilt wird und auf eine Internetseite verweist.

Nach einem Klick auf den Link gelangen Betroffene auf eine Webseite, die wie eine echte Kaufland-Webseite scheint, allerdings eine Fälschung ist.

Um die Geschenkkarte von 199 Euro zu erhalten, sollen die Nutzer dann eine Frage beantworten und anschließend den Kettenbrief an insgesamt zehn Kontakte per Whatsapp-Nachricht senden, damit die Geschenkkarte freigeschaltet wird.

Betrug mit Kaufland-Geschenkkarten: Webportal warnt vor dem Verteilen der Nachricht

Das Portal Onlinewarnungen.de warnt jedoch davor, die Aktion zu teilen und Freunde so in eine Falle zu locken. Stattdessen sollten die Nutzer Betroffene auf die Falle aufmerksam machen, um der Verbreitung entgegenzuwirken.

Denn nachdem die Botschaft zehn Mal geteilt wurde, gelangen Betroffene auf eine weitere Seite, auf der sie ihre persönlichen Daten eingeben sollen. Onlinewarnungen.de vermutet, dass es sich bei den Betrügern um Datensammler handelt, die diese weiterverkaufen.

Zum Abschluss des Betrugs könnten Betroffene auch auf Webseiten geleitet werden, die ihr Gerät mit Schadsoftware infizieren und in eine kostspielige Abofalle bringen könnte. (mz)