Ein Hauch von Atlantis Familienabenteuer auf Dubais Palm Jumeirah - Wasserparks, Meerestiere & Action für Groß und Klein
Riesige Wasserrutschen, bunte Unterwasserwelten und Hotels, die wie Märchenschlösser wirken: Die Palm Jumeirah ist ein Abenteuerspielplatz für die ganze Familie. Zwischen Meeresbewohnern, Strandtagen und kreativen Erlebnisorten wird jeder Urlaubstag hier zur Geschichte, die Kinder noch lange weitererzählen werden.
Der Moment ist mystisch. Das Ende der Palm Jumeirah ist fast erreicht. Auf der dreispurigen Straße nähert man sich der Spitze der Insel. Vorbei am 240 Meter hohen Palm Tower erscheint im schummrigen Dunst der einsetzenden Dämmerung plötzlich ein ikonischer Bau. Es wirkt fast, als würde er gerade erst dem Meer entsteigen. Die Türme, die orientalischen Bögen, das rosa Antlitz und dahinter das tiefblaue Meer – als wäre die versunkene Stadt aus den Legenden tatsächlich wieder zum Leben erweckt worden.
Der Anblick des Atlantis-Hotels ist faszinierend. Der Bau ist das Wahrzeichen der Palm Jumeirah. Die Insel, die wie eine Palme geformt ist, wurde von 2001 bis 2006 vor Dubai in den Arabischen Golf „gepflanzt“. Auch wenn es seitdem weitere solcher Inselprojekte gegeben hat, gilt sie noch heute als Beispiel herausragender Ingenieurskunst. Und sie entwickelt sich weiter. Was Besucher dort erleben können? Hier sind vier Tipps, von denen einer auch von der Insel hinunterführt.
Köstliche Palme - vielfältigste Kulinarik Dubais
Nur ein Hotel? Das ist das Atlantis keinesfalls. In seiner Selbstbezeichnung beschreibt sich das Resort als Ferienort. Und wie eine kleine Stadt ist das Atlantis auch. Immerhin hat das Fünf-Sterne-Haus nicht nur 1.544 Zimmer, sondern auch eine eigene Einkaufs-Mall, einen Wasserpark, ein Aquarium, mehrere Strände und Pools sowie eine in Anzahl und Qualität wohl ungeschlagene Auswahl an Restaurants.
Einmal um die Welt schlemmen – hier ist das möglich. Das Hakkasan etwa empfängt mit dunklem Interieur, das durch die farbenfrohen Speisen aus dem Spektrum der kantonesischen Küche kontrastiert wird. Dampfende Dim Sum, über Stunden gegartes und dadurch zartes Rindfleisch, süßer Kaviar zum Dahinschmelzen – Sterneküche von einem anderen Stern.
Europäischer wird es beim ebenfalls Michelin-dekorierten Gordon Ramsay. Nur wenige Schritte vom Hakkasan entfernt, in der Atlantis Mall, hat dessen Bread Street Kitchen & Bar seine Türen geöffnet. Eher rustikal als edel, im Lagerhausstil, gibt es hier Klassiker des wohl berühmtesten Küchenchefs der Welt: Beef Wellington, Fish and Chips im Craft-Bier-Teig und eine mit Minze verfeinerte Erbsensuppe. Echt britisch.
Asien, Europa – noch ein Kontinent? Direkt gegenüber liegt das En Fuego, das nach Mittel- und Lateinamerika entführt: farbenfrohes Ambiente, rhythmische Musik und Tanzeinlagen von Rumba bis Salsa. Dazu Tacos, Quesadillas oder Avocado-Ceviche. Da ist man als Gast schnell Feuer und Flamme – en fuego eben.
Entspannte Palme - Alles drin im Rixos
Ausgezeichnet versorgt wird man auch beim zweiten Tipp: dem Rixos The Palm. Das Resort der Extraklasse liegt am Ende des äußersten Palmenblatts. Und es bietet, was es sonst eher selten in Dubai gibt: ein All-inclusive-Konzept. Essen und Trinken, Sportprogramm und Kinderanimation – das ist beim Rixos schon drin.
Die Hotelgruppe stammt aus der Türkei, wo diese Alles-schon-drin-Herangehensweise verbreitet ist. Das Ziel: den Besuchern die alltäglichen Sorgen abnehmen, um möglichst viel Entspannung zu ermöglichen. Das funktioniert auch deshalb, weil das Resort, das mit üppigen Appartements ausgestattet ist, kaum Wünsche offenlässt. Herausragende Küche, viel Strand, noch mehr Pool. Und um den Nachwuchs wird sich fast rund um die Uhr gekümmert – auch das ist in Dubai gar nicht so oft zu finden.
Lehrreiche Palme - alles über das größte Aquarium Dubais
Manchmal muss man Glück haben. Das ist der Fall, wenn man Kevin ganz für sich hat – und zwar bei einer „Hinter den Kulissen“-Führung im Lost Chambers Aquarium. Das gehört zum Atlantis-Hotel und ist wie alles dort ein Superlativ. Das Hauptbecken ist eines der größten der Welt. Unglaubliche 65.000 Tiere aus so ziemlich allen Weltregionen leben im Aquarium. Fischtastisch!
Wie die Zucht der Tiere vonstattengeht, wo das ganze Wasser für das Aquarium herkommt und wie Plankton aussieht – das lernt man von Kevin hinter den Kulissen. Dort stellt der Australier auch einen besonderen Bewohner vor: einen Oktopus, der aus einem anderen Aquarium stammt und vorübergehend in einem Quarantänebecken untergebracht ist – bei 13 Grad kaltem Wasser. „Er ist ein bisschen wie ein Teenager“, meint Kevin. „Er verzieht sich eigentlich den gesamten Tag in die Ecken seines Beckens.“
Beim Blick hinter die Kulissen, aber auch im Aquarium selbst, erfährt man viel. Doch da zum Lernen nicht nur Theorie, sondern auch Praxis gehört, können Wagemutige zu Feldforschern werden und ins große Becken abtauchen. Mit einem speziellen Tauchhelm geht es beim Aquatrek Xtreme zehn Meter in die Tiefe. Dort warten Kofferfische, Rochen und sogar Haie. Ein Erlebnis, das mit jedem Schritt beeindruckender wird.
Aufregende Palme - 107 Rutschen im Aquaventure Aquapark
Wasser ist auch im Aquaventure Aquapark das zentrale Element. Direkt neben dem Atlantis gelegen, gilt er mit sage und schreibe 107 Rutschen als größter Wasserpark der Welt. Freier Fall, Schlitter-Spektakel, Riesenreifenrutsche oder Wildwasserkanal – hier ist wirklich alles dabei.
Allerdings: Wo viel ist, braucht man auch viel Zeit. Dieses Luxusproblem wird im Atlantis aber ganz einfach gelöst: Gäste des Hotels haben während ihres gesamten Aufenthalts Zutritt zum Park.
Und ein letztes Mal Wasser: Jetski, Kajak oder Tretboot – das gibt es am Strand des Atlantis. Getragen vom seichten Wasser des Golfs lassen sich so atemberaubende Blicke auf die Palme erhaschen.
Bunte Palme - Wildeste Malerei Dubais
Exklusiv, aber dennoch am Puls der Metropole – das ist das Schöne an der Palm Jumeirah. Gemeint ist damit, dass die Insel sehr zentral in Dubai liegt. Die glitzernde Marina, der rekordhohe Burj Khalifa oder die quirligen Malls der Stadt sind innerhalb von 30 bis 40 Minuten erreichbar. Das macht auch Halbtagestrips möglich.
Zum Beispiel ins Aya Universe. Diese noch sehr neue Attraktion ist ein beeindruckendes Lichtspektakel in zwölf Räumen. Der witzigste Bereich ist dabei das schwimmbadgroße Bällebad – auch für Erwachsene.
Eine echte Empfehlung ist zudem das Wild Paint House. Das Konzept: austoben – und zwar mit Farben. Eingehüllt in einen schützenden Mantel kann man auf Leinwänden und kleinen Figuren pinseln, klecksen und matschen. Dazu stehen Hilfsmittel wie Pendel, Spritzen oder Schwämme bereit. Eine kreative Offenbarung – unbedingt machen.
Kulinarik, Abenteuer, Kreativität – die Zeit auf der Palme vergeht rasant. Eines wird dabei aber Tag für Tag sicherer: Auch 20 Jahre nach ihrem Bau bleibt die Palme durch Orte wie das Atlantis oder Rixos das, was Dubai insgesamt ausmacht: mutig, beeindruckend und immer ein Stück größer gedacht als anderswo.