Gewinner ist der Patient -

Gewinner ist der Patient -: IKK betritt neue Pfade in der Rehabilitation

Netzwerkstrukturen im Gesundheitswesen schaffen und das Patientenwohl fördern – dies sind die beiden Hauptziele des Projektes „Innovation, Versorgungspartner, Patient“ der IKK gesund plus. Das Vorhaben befindet sich bereits im vierten Jahr und hat diesbezüglich mittlerweile eine Reihe von Erfolgen vorzuweisen: Rund 3.000 zufriedene Patienten mit Akutereignissen wie einem Schlaganfall oder Herzerkrankungen, welche auf ihrem Weg zur Genesung unterstützt werden, mehr als 1.000 Hausärzte, die sich am Projekt ...

Netzwerkstrukturen im Gesundheitswesen schaffen und das Patientenwohl fördern – dies sind die beiden Hauptziele des Projektes „Innovation, Versorgungspartner, Patient“ der IKK gesund plus. Das Vorhaben befindet sich bereits im vierten Jahr und hat diesbezüglich mittlerweile eine Reihe von Erfolgen vorzuweisen: Rund 3.000 zufriedene Patienten mit Akutereignissen wie einem Schlaganfall oder Herzerkrankungen, welche auf ihrem Weg zur Genesung unterstützt werden, mehr als 1.000 Hausärzte, die sich am Projekt beteiligen.

Eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist darüber hinaus auch mit Partnern aus dem Rehabilitationsbereich zu verzeichnen. Die Durchführung von Besuchsdiensten ist dabei eine der Kernaufgaben der Projektmitarbeiter in den Rehabilitationskliniken. Mit deren Hilfe wird der Gesundheitszustand des Patienten begutachtet, um daraufhin die Nachsorge individuell planen und organisieren zu können. In diesem Zusammenhang wird ein strukturiertes Entlassungsmanagement durchgeführt, das sicherstellt, dass Patienten im Anschluss eine bedarfsgerechte und kontinuierliche Versorgung erhalten. Versorgungslücken sollen vermieden werden, indem die Sicherstellung der Heil- und Hilfsmittel zeitnah erfolgt sowie rechtzeitig Facharzt- und Therapeutentermine vermittelt werden. Betroffene haben zudem bereits in der Klinik die Möglichkeit, einen Termin mit einem speziell ausgebildeten Pflegeberater der IKK gesund plus zu vereinbaren.

Die MEDIAN Kliniken NRZ Magdeburg und Flechtingen sind solche Fachkliniken für Rehabilitation und Frührehabilitation. „Beide Kliniken waren von Anfang an unterstützend an unserer Seite“, berichtet Angela Witthuhn, Projekt- und Stabsstellenleiterin Patientenbetreuung der IKK gesund plus. „Gemeinsam mit den Ärzten wurden zum Beispiel Dokumente erarbeitet und standardisierte Verfahren abgestimmt. Die Zusammenarbeit ist konstruktiv und hat schon manche innovative Idee hervorgebracht.“

Die MEDIAN Klinik Flechtingen ist 1993 mit der Klinik für Kardiologie und 1995 zusätzlich mit der Indikation Neurologie ans Netz gegangen. Das NRZ Magdeburg ist 1999 als eine neurologische Rehabilitationseinrichtung mit der Unterstützung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, dem Land Sachsen-Anhalt und den Kostenträgern in Magdeburg eingerichtet worden. Beide Häuser verfügen über alle Phasen der neurologischen Frührehabilitation. Das NRZ bietet zusätzlich die Möglichkeit einer medizinisch-beruflichen Rehabilitation. Beide Standorte sind in die medizinische Versorgung in Sachsen-Anhalt eingebettet und vereinen das Ziel in den Indikationen Neurologie und Kardiologie eine intensive und auf den individuellen Patienten abgestimmte medizinische Rehabilitation anzubieten. Die Kliniken verfügen über ein erfahrenes Rehabilitationsteam und moderne Ausstattung bis hin zu robotergestützten therapeutischen Angeboten. Mithilfe derer sollen die Betroffenen ihre Selbständigkeit zu einem hohen Grad wiedererlangen und die Wiedereingliederung in den beruflichen und sozialen Alltag gelingen.

Dabei spielt die ambulante Weiterversorgung eine zentrale Rolle. „Die frühzeitige Klärung der Nachsorge sowie die Möglichkeit, einen Ansprechpartner zu kontaktieren, geben den Patienten Sicherheit und optimieren im Zusammenspiel mit der hausärztlichen Versorgung die Nachsorge“, weiß Prof. Dr. Michael Sailer, Ärztlicher Direktor der beiden MEDIAN Kliniken Magdeburg und Flechtingen, aus Erfahrung. Die Herausforderung sei, die entsprechenden Ressourcen für die Betroffenen zu identifizieren und sicherzustellen. In diesen Situationen stellt der Patientenkoordinator der IKK gesund plus einen wichtigen Dreh- und Angelpunkt für den ambulanten Nachsorgebereich dar.

Die aktuellen Strukturen im Gesundheitssektor sieht der Ärztliche Direktor kritisch: „Es bleibt eine große Herausforderung, die geeignete Infrastruktur für die benötigten Daten und Informationen zu schaffen, die diese umfassende Versorgung unterstützen. Es gibt nichts Uneffektiveres, als Abgrenzung von Behandlungssektoren, fehlende Informationsweitergabe oder Ressourcenverschwendung durch einen fehlenden Abgleich von individuellen Bedarfen und Verordnungen.“

Genau dies war der Ausgangspunkt, aus welchem heraus das Projekt IVP ins Leben gerufen wurde. Dessen Wirkung für den Reha-Sektor schätzt Prof. Dr. Sailer hoch ein. „Die Vernetzung der Leistungserbringer ist eine wichtige Grundlage, um eine erfolgreiche und zielgerichtete medizinische Rehabilitation sowie einen reibungslosen Informationsfluss und eine nahtlose Versorgung zu gewährleisten. Insofern ist das „IVP-Projekt“ ein Konzept, das für die Arbeitsweise der Rehabilitationskliniken von großer Bedeutung ist.“

Seine abschließende Einschätzung für das Projekt könnte kaum positiver ausfallen: „Der Gewinner ist der Patient und seine Angehörigen, die auf diesem Behandlungspfad von der Akutbehandlung über die medizinische Rehabilitation bis zur ambulanten häuslichen Versorgung begleitet und beraten werden. Der Gewinner ist aber auch das Gesundheitssystem, das Redundanzen abbaut sowie Ressourcen besser und zielgerichtet einsetzt.“

Kassenintern gehören dem Projektteam Patientenkoordinatoren, Case Manager, Netzwerkmanager, ein Pharmakologe, ein Pflegeberater, ein Projektkoordinator und ein Projektleiter an. Die Mitarbeiter des Projektteams sind strukturell klar von den regulären Unternehmensbereichen der IKK gesund plus getrennt und arbeiten eigenverantwortlich, aber in enger Zusammenarbeit mit den bestehenden kasseninternen Strukturen.

Die Aufgaben im Rahmen des Netzes sind für alle Versorgungspartner und die IKK gesund plus im Vertrag gemäß § 140 a SBG V geregelt. Als Ansprechpartner stehen so genannte Patientenkoordinatoren zur Verfügung:

Patientenkoordinatoren

Jana Keindorf
Tel.: 03 91 - 28 06 - 15 05
jana.keindorf @ikk-gesundplus.de

Isabel Nickl
Tel.: 03 91 - 28 06 - 15 08
isabel.nickl @ikk-gesundplus.de

Jessica Stach-Prüfer
Tel.: 03 91 - 28 06 - 15 04
jessica.stach-pruefer@ikk-gesundplus.de

Oliver Gase
Tel.: 03 91 - 28 06 - 15 12
oliver.gase@ikk-gesundplus.de