Geriatrie und geriatrische Reha

Geriatrie und geriatrische Reha: Voraussetzungen, Dauer und Ziele

Was bedeutet Geriatrie? Wie lange dauert eine geriatrische Reha? Welche Ziele hat die geriatrische Reha? Wir informieren Sie!

03.07.2020, 17:00
In der geriatrischen Reha stehen ältere Menschen im Mittelpunkt.
In der geriatrischen Reha stehen ältere Menschen im Mittelpunkt. 241520067

Was bedeutet Geriatrie? Wie lange dauert eine geriatrische Rehabilitation? Welche Ziele hat die geriatrische Reha? Alle wichtigen Informationen finden Sie hier.

Eine geriatrische Reha hilft älteren Menschen, trotz verschiedener Beschwerden möglichst viele Dinge wieder selbstständig zu erledigen. Lesen Sie hier, was bei der Reha passiert und wer die Kosten übernimmt.

Was ist Geriatrie?

Geriatrie ist der Fachbegriff für Altersheilkunde. Er setzt sich zusammen aus den zwei griechischen Wörtern „geron“ für „Greis“ und „iatreia“ für „Heilen“. Unter Geriatrie verstehen Ärzte also die Lehre von den Krankheiten alternder Menschen. Dazu gehört auch deren Vorbeugung und Heilung.

Geriatrisch behandelt werden Menschen

Geriatrische Reha betrifft meist Patienten, die älter als 70 Jahre sind. Zur Behandlung gehört aber nicht nur die Therapie von akuten und chronischen Erkrankungen. In einem geriatrischen Team arbeiten Fachärzte zusammen mit Psychologen, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Pflegekräften und Sozialarbeitern. Diese kümmern sich auch um die Verbesserung der Lebensqualität der pflegebedürftigen Patienten. Sie sollen lernen, mit ihren individuellen Schwierigkeiten umzugehen und ihre noch vorhandenen Stärken zu nutzen. Bei Bedarf gibt es auch therapeutische Gespräche sowie eine soziale und finanzielle Beratung.

Was passiert bei einer geriatrischen Reha?

Da im Alter oft mehrere Krankheiten gleichzeitig auftreten, sind interdisziplinäre Teams in der geriatrischen Reha sinnvoll. Die Teammitglieder sind darin ausgebildet, mehrere alterstypische Beschwerden, Verletzungen und zusätzliche Krankheiten gemeinsam zu behandeln. Alterstypische Beschwerden sind zum Beispiel Arthrose, hoher Blutdruck, Demenz, Diabetes, Inkontinenz, Osteoporose, Rheuma, Schluckbeschwerden oder ein eingeschränktes Sehvermögen.

Das Team

Üblich sind, je nach Bedarf, folgende Maßnahmen:

Eine geriatrische Reha ist wesentlich teurer als eine indikationsspezifische Reha, da sich ein ganzes Team um den Patienten kümmert.

Geriatrische Reha Voraussetzungen

Geriatrie: Wie lange dauert eine geriatrische Reha und was kostet sie?

Geriatrische Reha: Dauer und Kosten

Grundsätzlich haben Patienten einen gesetzlichen Anspruch auf eine dreiwöchige geriatrische Rehabilitation. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Reha. Mit Zustimmung der Krankenkasse kann die Reha sogar verlängert werden. Maximal sind 35 Tage möglich. Für die ersten 28 Tage zahlt der Patient lediglich 10 Euro pro Tag als Zuzahlung. Danach fallen keine Zuzahlungen mehr an.

Welche Ziele hat die geriatrische Reha?

Ziel einer geriatrischen Reha ist es, dass der Patient selbstständiger als vorher seinen Alltag bewältigen kann. Zum Beispiel, dass er sich wieder alleine anziehen und essen kann. Oder dass er einer angehenden Depression etwas entgegensetzen kann. Die Pflegebedürftigkeit soll durch die Maßnahmen abgemildert und hinausgezögert werden.

Geriatrische Reha: Ziele

Wer stellt den Antrag auf eine geriatrische Reha?

Bei vielen Patienten schließt die geriatrische Reha an einen Krankenhausaufenthalt an. In diesem Fall stellen der Klinikarzt oder Mitarbeiter des sozialen Dienstes den Antrag. Auch der Hausarzt kann eine geriatrische Reha verordnen, wenn er eine entsprechende Zusatzausbildung dafür hat. Den Antrag reicht der Pflegebedürftige dann bei seiner Krankenkasse ein. Lehnt die Krankenkasse die Maßnahme ab, können Sie Widerspruch einlegen.

Quellen