Dunkle Jahreszeit

Dunkle Jahreszeit: So vertreiben Sie den Winterblues

Kennen Sie das auch? Die Haut juckt, die Knochen Schmerzen und die ewige Dunkelheit drückt spürbar aufs Gemüt. Doch wie lässt sich der Winterblues bloß vertreiben? Das Magazin „Reader's Digest“ verrät, wie man den Winter am besten ...

25.11.2015, 12:20

Kennen Sie das auch? Die Haut juckt, die Knochen Schmerzen und die ewige Dunkelheit drückt spürbar aufs Gemüt. Doch wie lässt sich der Winterblues bloß vertreiben? Das Magazin „Reader's Digest“ verrät, wie man den Winter am besten meistert.

„Es ist ganz normal, dass sich manche Menschen in der kalten und dunklen Jahreszeit mehr in die eigenen vier Wände zurückziehen und vielleicht auch etwas melancholischer gestimmt sind“, weiß Professor Ulrich Hegerl, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Leipzig.

Licht gegen dunkle Gedanken

Vorsicht sei aber geboten, wenn sich eine Depression entwickelt, warnt Hegerl. Helfen kann möglicherweise eine Lichttherapie. Dabei werden spezielle Lampen mit bis zu 20.000 Lux verwendet, die über die Netzhaut „den Biorhythmus und andere Hirnfunktionen beeinflussen“, so Hegerl. Die Folge: Man hat das Gefühl, dass die Tage länger sind und die Stimmung hellt sich auf.

Anhänger der Naturheilkunde hingegen empfehlen frische Luft, um neue Energie zu laden. „Nutzen Sie die Mittagspause für einen Spaziergang, das kann gegen einen leichten Winterblues schon ausreichen“, regt Allgemeinmediziner Dr. Jörg Albrecht an, der eine Zusatzausbildung in Naturheilkunde und Homöopathie hat.

Bei depressiven Stimmungen rät er zu Tabletten mit Johanniskrautextrakt. Sollte es sich allerdings um eine schwere Depression handeln, sind eine Psychotherapie oder Antidepressiva von Nöten.

Allergiker leiden unter Heizungsluft

Wer unter Hauptproblemen wie Schuppenflechte oder Neurodermitis leidet, bekommt das im Winter durch den Wechsel zwischen kalter Luft draußen und Heizungsluft drinnen besonders zu spüren. Helfen können hier rückfettende Cremes, „also Wasser-in-Öl-Emulsionen, welche die Haut etwas versiegeln“, erklärt der Stuttgarter Hautarzt Dr. Heiko Grimme.

Idealerweise sollten die Cremes Substanzen wie Harnstoff, Milchsäure oder Glycerin enthalten, um die Feuchtigkeit zu binden. Manchmal sind bei Schuppenflechte und Neurodermitis aber auch kortisonhaltige Salben erforderlich.

Auf den Kalziumhaushalt achten

Um einem Vitamin-D-Mangel vorzubeugen, der wegen der kürzeren Sonnenscheindauer im Winter schnell auftreten kann, geht man am besten 15 bis 30 Minuten pro Tag ans Tageslicht. Neben Licht, Luft und viel Bewegung ist aber auch gesunde Ernährung wichtig. Dr. Jörg Albrecht rät, den Kalziumhaushalt über geeignete Kost zu verbessern. Dazu gehören Grünkohl, Fenchel, Brokkoli und Lauch. Spinat und Mangold enthalten hingegen Oxalsäure, welche die Aufnahme von Kalzium eher blockiert.

Heublumen gegen schmerzende Knochen

Verursacht Osteoporose Schmerzen, können Weidenrindenprodukte Linderung schaffen. Wichtig ist auch Wärme, zum Beispiel in Form eines Heublumensacks, als Moorpackung oder Vollbad mit Heublumen- oder Fichtennadelzusatz.

(jto)