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Biker Saison 2026 Motorräder: Das sind die wichtigsten Neuheiten 2026

2026 wird wieder ein starkes Motorradjahr und es gibt sogar ein paar Überraschungen. Das sind die zehn spannendsten Maschinen im neuen Jahr.

Von Fabian Hoberg, dpa 05.02.2026, 00:05
Moderner Klassiker: Die Ducati Monster.
Moderner Klassiker: Die Ducati Monster. Ducati/dpa-tmn

Stuttgart - 2026 bringt Schwung in die Motorradwelt: Leichtere Mittelklasse-Bikes, moderne Retro-Modelle und technisch aufgerüstete Adventure-Maschinen setzen neue Akzente. „Nach dem Modell-Feuerwerk des vergangenen Jahres gibt es dieses Jahr zwar weniger wirkliche Höhepunkte, aber dennoch wieder ein paar interessante Modelle“, sagt Jens Möller-Töllner, Ressortleiter Neuheiten beim Magazin „Motorrad“.

Vor allem neue Modelle in der Mittelklasse und bei den Superbikes kommen 2026 auf den Markt. „Der Trend bei Adventure-Bikes setzt sich dieses Jahr weiter fort, wie die neue Kawasaki KLE, Kove 800 X Rallye, BMW 450 GS oder das Crossover-Modell Suzuki SV-7GX zeigen“, sagt er. Vorteil der Maschinen: aufrechte Sitzposition und bequemes Fahren auch auf längeren Touren bei niedrigem Fahrzeuggewicht.

Denn Reisekomfort sei bei den immer älter werdenden Motorradfahrern wichtig. „Im Vergleich zu den großen und schweren Reiseenduros sind die Mittelklasse-Modelle günstiger und meist auch wegen ihres niedrigen Eigengewichts leichter zu fahren“, sagt Jens Möller-Töllner. „Das kommt bei den Kunden an.“ Ein Markt, den auch immer mehr Hersteller aus China bedienen wollen.

Zehn der interessantesten Motorrad-Neuheiten für 2026

BMW F 450 GS

Mit ihrem 420-ccm-Zweizylinder-Motor, 35 kW/48 PS und relativ kompakter Bauweise richtet sich die F 450 GS insbesondere an Fahrer mit A2-Führerschein. Mit dem geringen Gewicht von rund 178 Kilogramm wird sie zum idealen Einstieg in das GS-Adventure-Segment, fährt bis zu 165 km/h schnell. „Die neue Einstiegsklasse von BMW löst die alte 310er ab.

Statt einem gibt es zwei Zylinder, dazu einen erschwinglichen Einstiegspreis. Ein sehr interessantes Modell“, sagt Jens Möller-Töllner. Die GS verbindet Alltagstauglichkeit, Tourentauglichkeit und Offroad-Potenzial zu Preisen ab 7.220 Euro.

Ducati Monster

Die neue Monster bekommt einen neuen 890-ccm-V2 mit 82 kW/111 PS und variabler Ansaugsteuerung. Leistungsstark und relativ kompakt – ideal für Freunde klassischer Naked Bikes mit moderner Technik. Die neue Generation kombiniert Monster-DNA mit einem kompakten Aluminiumrahmen, kräftigen V2-Motor und schlanken Look.

„Bei der Monster von Ducati fehlte noch das Update auf den neuen 890er-Motor. Jetzt ist es da und setzt damit eine Tradition fort, die bereits seit der ersten Monster von 1992 besteht“, sagt Jens Möller-Töllner. „185 Kilogramm Gewicht kombiniert mit 111 PS werden gut zu fahren sein.“ Preis: ab 12.890 Euro.

Honda CB 1000 F

Honda bringt die neue CB1000F Anfang 2026 nach Deutschland. Das Retro-Naked-Bike orientiert sich optisch an den CB-Modellen der 1980er-Jahre, kombiniert sie mit moderner Technik: 91 kW/124 PS starker Reihenvierzylinder, Showa-Fahrwerk und Kurven-ABS. Drei Fahrmodi, Wheelie-Control und ein 5‑Zoll-TFT-Display runden die Ausstattung ab.

„Die CB 1000 F gilt als Reminiszenz der historischen Honda-900-Bol-d`Or-Reihe, ohne den Namen zu verwenden. Ein spannendes Modell für Fans von Retro-Bikes mit moderner Technik“, sagt Jens Möller-Töllner. Der Preis liegt bei mindestens 12.329 Euro.

Kawasaki KLE 500

2026 kehrt die Kawasaki KLE 500 zurück – modernisiert und geländetauglich. Die Enduro setzt auf Gitterrohrrahmen, Speichenräder (21/17 Zoll), 16‑Liter‑Tank und aufrechte Sitzposition. Der 33 kW/45‑PS‑Zweizylinder aus der Ninja 500, ein Sechsganggetriebe und ein abschaltbares ABS machen sie alltagstauglich und offroadfähig. „Welcome back, KLE 500. Die Neuauflage gibt es mit großem Vorderrad und LC‑ oder TFT‑Display sowie umfangreichem Zubehör. Eine interessante Maschine im Segment der Mittelklasse-Adventure-Bikes“, sagt Jens Möller-Töllner. Die Basisversion startet im März bei 6.895 Euro, die SE‑Variante bei 7.700 Euro.

Kove 800 X Rallye

Die junge Marke Kove bringt 2026 mit der 800 X Rallye ein kompaktes Mittelklasse-Adventure-Bike auf den Markt. Mit nur 176 Kilogramm und 69,5 kW/94,5 PS verbindet es Offroad-Tauglichkeit mit Reisekomfort. Startpreis und Ausstattung sollen attraktiv sein, Marktstart ist zu Jahresbeginn. „Die Kombination von 95 PS und niedrigem Leergewicht klingen spannend. Aber abwarten, wie sich das Bike fährt und sich gegen die Yamaha Ténéré 700 behaupten kann“, sagt Jens Möller-Töllner. Preis: ab 11.543 Euro.

MV Agusta Brutale 950

Auf der Mototradmesse EICMA 2025 kehrte MV Agusta mit der neuen Brutale zurück: ein Naked Bike, das das Design des Originals modern interpretiert. Angetrieben vom überarbeiteten 931‑ccm‑Dreizylinder mit 109 kW/148 PS, soll sie in 2,7 Sekunden auf 100 km/h sprinten, über 260 km/h erreichen und trocken 195 Kilogramm wiegen. Neuer Rahmen, verlängerte Schwinge und angepasste Geometrie sorgen für verbessertes Handling.

„Das zweite Modell mit dem Dreizylinder-Motor kombiniert tolles italienisches Design mit einem einzigartigen Motor. Ein Bike für Fans von außergewöhnlichen Motorrädern“, sagt Jens Möllner-Töllner. Preis MV Augusta Brutale 950 Serie Oro: 26.100 Euro.

Norton Manx R

Norton kehrt unter indischer Leitung mit neuen Modellen zurück. Den Auftakt macht die Manx R: ein Superbike mit 1.200‑ccm‑V4, 150 kW/206 PS, 130 Nm und 204 Kilogramm Trockengewicht. Auf derselben Basis folgt die Manx als Streetfighter-Ausführung. Im Sommer ergänzen zwei leichter motorisierte Modelle das Portfolio: die Atlas und die Atlas GT.

„Von den Eckdaten her klingen die Modelle vielversprechend und es ist ein interessanter Ansatz, um die Marke wiederzubeleben. Ob das klappt, bleibt abzuwarten“, sagt Jens Möllner-Töllner.

Royal Enfield Bullet 650

Die Royal Enfield Bullet 650 kommt wieder. Sie basiert auf dem bewährten Reihen-Zweizylinder, liefert 48 PS, setzt auf klassisches Gewicht und die markante Zweier-Sitzbank – kombiniert mit charmanten Retro-Details. Ideal für Fans klassischer Motorräder mit nostalgischem Flair.

„Mit der Bullet präsentiert Royal Enfield noch ein Modell mit dem 650er-Motor. Cool und günstig, aber nicht besonders originell. Auch wenn es die Bullet seit 1933 gibt“, sagt Jens Möllner-Töllner.

Suzuki SV-7GX

Mit der SV-7GX sei Suzuki die Überraschung gelungen, weil keiner mit einem Euro 5+-Comeback des 650er-Zweizylinders gerechnet habe. „Dazu noch verpackt in einem Crossover-Modell für Touren“, sagt Jens Möllner-Töllner. Suzuki präsentiert die SV-7GX im Retro-Enduro-Look, die rund 8.000 Euro kosten soll. Angetrieben wird sie vom 645‑ccm‑V2 aus der SV650 mit 54 kW/73,4 PS und 64 Nm.

Komfortable Sitzposition, Halbschalenverkleidung und ein großer Windschild treffen auf moderne Technik: drei Fahrmodi, Traktionskontrolle und 4,2‑Zoll-TFT mit Smartphone-Integration. Teleskopgabel, Zentralfederbein und Leichtmetallräder sollen für Fahrkomfort und Kontrolle sorgen.

Triumph Trident 800

Ab März 2026 ergänzt die Trident 800 die Naked-Bike-Reihe von Triumph. Das Modell nutzt den 85 kW/115 PS starken Dreizylinder aus der Tiger Sport 800, kombiniert mit Sechsganggetriebe und Kettenantrieb. Das Gewicht von unter 200 Kilogramm, Showa-Fahrwerk, Doppelscheibenbremse vorn und Michelin-Reifen sollen für Agilität sorgen. 

Dazu gibt es Features wie drei Fahrmodi, schräglagenabhängige Assistenzsysteme und TFT-Display mit Bluetooth. Preis: etwas über 10.000 Euro.

„Mit der 660er hat Triumph schon alles richtig gemacht, die 800er Trident bietet nun mehr Leistung bei geringem Gewicht. Das könnte ein sehr erfolgreiches Modell werden“, sagt Jens Möllner-Töllner. Preis: ab 9.695 Euro.