dschungelcamp 2026 Wegen Anschuldigungen bei Ibes: Jetzt spricht der Anwalt von Gil Ofarim
Gil Ofarim sorgt im Dschungelcamp für Aufmerksamkeit jenseits der üblichen Prüfungen und Lagerfeuergespräche. Sein Auftritt in der RTL-Show erregt viel Unmut bei anderen Campern und den Zuschauern. Nun schlagen Aussagen seines Anwalts hohe Wellen – hier der Überblick, was aktuell bekannt ist.

Halle (Saale)/Magdeburg. – Der Musiker Gil Ofarim (43) zählt zu den prominenten Kandidaten der aktuellen Staffel von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!", besser bekannt als Dschungelcamp.
Seit seinem Einzug ins Camp sorgt nicht nur seine Leistung in den Prüfungen für Schlagzeilen, sondern zunehmend auch das, was er sagt – oder eben nicht. Ofarim war in den letzten Jahren weniger musikalisch präsent, wegen juristischer Auseinandersetzungen aber dennoch viel in den Medien.
Aufarbeitung im Camp: Gil Ofarim übt sich in Zurückhaltung
In jüngsten Interviews und Statements gab Ofarims Anwalt nun eine recht klare Warnung an Zuschauer: Wer über die Sendung in sozialen Netzwerken diskutiert, müsse aufpassen, sich mit Falschaussagen über Ofarim nicht strafbar zu machen – ein Hinweis, der im Netz für Diskussionen sorgte.
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Der Musiker ist seit dem Start der aktuellen Staffel des RTL-Dschungelcamps in Australien einer der am heftigsten diskutierten Kandidaten. Sein Auftritt wird nicht nur wegen der Prüfungen im Busch verfolgt, sondern vor allem im Zusammenhang mit seiner Vergangenheit.
2021 hatte Ofarim Antisemitismus-Vorwürfe gegen einen Hotelmitarbeiter in Leipzig erhoben und später eingeräumt, dass diese Vorwürfe nicht der Wahrheit entsprachen. Das führte zu einem Gerichtsprozess, der gegen Zahlung von 10.000 Euro eingestellt wurde.
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Während viele Zuschauer des Dschungelcamps damit rechneten, dass der Sänger den Auftritt nutzt, um seine Perspektive zu diesem Thema offenzulegen, blieb er bislang eher zurückhaltend. Grund dafür sei eine von Ofarim abgegebene Unterlassungserklärung, wie sein Anwalt Alexander Stevens bekanntgab.
Warnung des Ofarim-Anwalts: "Maß halten und rechtliche Grenzen beachten"
Eine Vereinbarung also, die ihn daran hindert, genauer über den Vorfall zu sprechen. Das führte zu großer Unzufriedenheit in Teilen der Öffentlichkeit und bei anderen Teilnehmern, die mehr Aufarbeitung erwartet hatten als nur ein paar Andeutungen.
Anwalt Stevens gibt nun via Instagram eine deutliche Warnung an Zuschauer und Kritiker aus. Er appelliert in seinem Post daran, bei der Debatte Maß zu halten und rechtliche Grenzen einzuhalten. Laut dem Anwalt kommt es bei manchen Beiträgen in den sozialen Medien zu „unwahren Tatsachenbehauptungen, die strafrechtliche Konsequenzen haben könnten".
Der Anwalt kritisierte zugleich die aktuelle Dynamik der öffentlichen Diskussion als "an Bigotterie kaum zu überbieten", weil viele Menschen – so seine Sicht – widersprüchlich agierten: einerseits moralische Werte einforderten, andererseits selbst ungeprüfte Vorwürfe verbreiteten.
Konkret ging es dabei auch um Äußerungen aus dem Camp und der Zuschauerschaft, in denen Ofarim als "Verbrecher" bezeichnet wurde. Ein Begriff, der laut Stevens nicht zutreffend sei, da Ofarim im Antisemitismus-Prozess nicht verurteilt wurde und er somit auch nicht als vorbestraft gilt.
Schweigen im Dschungelcamp: Strategie oder rechtliche Verpflichtung?
Ofarims Anwalt begründete seine Warnung nicht nur mit dieser Kritik, sondern auch mit der Tatsache, dass sein Mandant rechtlich gebunden sei und daher "nicht über den Fall sprechen darf".
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Die Verschwiegenheitserklärung stammt wohl aus dem rechtlichen Vergleich rund um den Davidstern-Skandal. Offenbar hält Ofarim sich weiterhin an diese Abmachung, was ihn im Camp in eine schwierige Lage bringt: Selbst wenn er sich erklären wollte, dürfte er es demnach nicht.
Einige Teilnehmer fragen derweil offen, warum Ofarim nicht klar Stellung nimmt – doch seine kryptischen Aussagen und erklärenden Kommentare hinterlassen mehr Fragen als Antworten.
Das sagen die Zuschauer: Von Kritik bis Verständnis für Ofarims Verhalten
Die rechtliche Warnung seines Anwalts hat die Debatte weiter angefacht. Einerseits sorgt sie bei Befürwortern für Verständnis: Sie sehen darin einen legitimen Versuch, alle Beteiligten vor Rufschädigung und juristischen Folgen zu schützen. Andererseits wird sie von Kritikern als Versuch gewertet, unangenehme Fragen und Diskussionen zu unterdrücken.
Dies hat dazu geführt, dass sowohl Medien als auch Social-Media-Communitys den Auftritt von Ofarim neu bewerten und zu einer zentralen Frage kommen: Geht es dem Musiker im Dschungelcamp um Persönlichkeitsentwicklung und Aufklärung – oder um juristische Taktik und Schadensbegrenzung?
"Er hat ja seine fixe Gage. Die erhöht sich nicht, wenn er Dinge erzählt", heißt es von einem Reddit-Nutzer in einem Subreddit zum Dschungelcamp. "Selbst wenn der Typ im Hotel unfreundlich war, könnte er doch offen darüber sprechen, dass er das Thema aufgebauscht hat …“, meint ein anderer.
Doch es gibt auch versöhnliche Stimmen. "Er hat jetzt schon häufiger klar gesagt, dass es ein unfassbar dummer Fehler war und dass es ihm leid tut", fasst jemand zusammen. Und schließlich: "Was soll er denn noch erzählen? Was ist denn noch unklar?"