Filmdreh „Der Nanny“ auf Schloss Burgscheidungen

Filmdreh „Der Nanny“ auf Schloss Burgscheidungen: Schweighöfer dreht Actionszenen

Burgscheidungen - Das Schloss Burgscheidungen im Burgenlandkreis ist dieser Tage Kulisse für großes Action-Kino. Schauspieler und Produzent Matthias Schweighöfer dreht hier seit Dienstag Szenen seines neuen Films „Der ...

Von Janine Gürtler 16.09.2014, 13:02

Das Schloss Burgscheidungen im Burgenlandkreis ist dieser Tage Kulisse für großes Action-Kino. Schauspieler und Produzent Matthias Schweighöfer dreht hier seit Dienstag Szenen seines neuen Films „Der Nanny“.

Im Film spielt der 33-Jährige den überforderten Familienvater Clemens, der vor lauter Karriereplänen nur wenig Zeit für seine Kinder aufbringt. Zur Betreuung seiner Kinder heuert er Rolf (Milan Peschel) als Nanny an. Rolf nimmt den Job als männliches Kindermädchen aber nur an, um sich an Clemens zu rächen - der hat ihn nämlich für ein Bauprojekt aus seiner Wohnung geschmissen. Da hat er die Rechnung allerdings ohne die Kinder gemacht, die noch jede Nanny vergrault haben.

Ferrari wird geschrottet

Seit Dienstag dreht Schweighöfer nun in dem kleinen 500-Seelen-Ort Burgscheidungen. Auf dem 90.000 Quadratmeter großen Schlossgelände wimmelt es von Kamera-, Ton- und Stuntmännern, die hier eine der schwierigsten Actionszenen des Films drehen. Und bei der auch einiges kaputt gehen wird: Zum Beispiel der rote Ferrari von Filmfigur Clemens, der dank eines Streichs seiner Kinder den Schlosshügel herunterrollt und im Gartenteich landet. Der Film-Ferrari ist nur eine von drei Edelkarossen, die für den Dreh besorgt wurden. „Wir hoffen, dass am Ende aber nur einer dran glauben muss“, scherzt Schweighöfer. Etwa 30 Stufen sind es, die der 348er , Baujahr 1989, jedes Mal auf der extra für den Dreh gebauten Treppe herunterpoltert, bevor er kurz vor dem Geländer der Terrasse zum Stehen kommt.

Stuntman im Sitzpolster versteckt

Während Schweighöfer vor dem Kamerabildschirm steht und seinem Schauspielkollegen Milan Peschel scherzhaft letzte Anweisungen zuruft - „Mach noch ein paar Liegestütze, Milan“ - hat den eigentlich schwersten Job des Tages Stuntman Christoph Knobloch. Der 36-jährige Kölner muss die Karosse solange mit vollem Karacho die Treppe hinunter rasen, bis Regisseur Schweighöfer zufrieden ist. In zwei Stunden hat er die Szene bereits dreimal abgedreht. Und so wie es aussieht, kommen noch einige Holperfahrten hinzu. „Es ist schon eine gewisse Anspannung mit im Spiel“, sagt Knobloch. Denn der Mann im schwarzen Pulli darf während der Szene nicht zu sehen sein, hat deshalb während des Fahrens auch eine schwarze Sitzschale auf dem Körper montiert.

Filmstart im Frühjahr 2015

Bis zum Ende der Woche arbeitet die 80-köpfige Filmcrew noch auf dem Schloss, am Montag geht es zurück nach Berlin, wo die die restlichen Filmszenen gedreht werden. Insgesamt 48 Drehtage sind angesetzt, Ende Dezember soll der Streifen im Kasten sein. Für die Bewohner Burgscheidungens kommt der große Moment wohl aber erst im nächsten Frühjahr: Dann wird das Barockschloss für immerhin zehn Minuten in den Kinosälen Deutschlands zu sehen sein. (mz)