Millionenschwer

Millionenschwer: So wertvoll sind Neuers Torwart-Hände

Seine Hände sind Gold wert: Nationaltorwart Manuel Neuer hat bisher bei der Fußball-WM in Brasilien den Kasten sauber gehalten. Kein Wunder, dass seine Keeper-Fangarme hoch versichert sind. Und er ist nicht der einzige Promi mit kostbaren Körperteilen.

17.06.2014, 09:32

Bei der Fußball-WM 2014 in Brasilien hält Nationaltorwart Manuel Neuer bisher alles, was auf seinen Kasten zugeflogen kommt. Seine schnellen Keeper-Hände sind Millionen wert - und entsprechend hoch versichert.

Rund 3 Millionen Euro zahlt die Versicherung, wenn Neuers Händen etwas passiert. Das berichtet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. auf seiner Homepage. Die Police - eine sogenannte Invaliditätsversicherung - greift, falls der 28-Jährige nach einem Unfall nicht mehr als Torwart in der deutschen Nationalelf und beim FC Bayern arbeiten kann. „Ein ausgerenkter Finger ist für ihn dagegen nichts weiter als ein Klacks“, berichtet der Versicherungsverband. „Den renkt er sich, so ist zu hören, während eines Spiels ganz einfach wieder selber ein.“

Manuel Neuer ist aber nicht der einzige Star, der seinen Körper hoch versichert hat. Unter manchen Promis ist es sogar angesagt, nur einzelne Körperteile zu versichern - etwa den Daumen oder sogar die Zunge.

Was Normalsterblichen vielleicht merkwürdig erscheint, ist gar nicht so abwegig. Schließlich entstehen sowohl den Betroffenen als auch den Vertragspartnern erhebliche Kosten, wenn sich die Stars verletzen und dadurch ausfallen. Bei dem ein oder anderen mag auch die Publicity durch solche millionenschweren Policen eine Rolle spielen. Doch Tatsache ist: Profi-Fußballer wie Manuel Neuer oder Gitarristen wie „Rolling-Stones“-Ikone Keith Richards wären ohne ihre Finger erst einmal arbeitslos.

Viele Promis schließen ihre extravagante Versicherung beim Londoner Versicherungshaus Lloyds ab: Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, ungewöhnliche und zum Teil bizarre Risiken abzudecken.

Ähnlich wie die „Body Insurance“ funktioniert die „Gliedertaxe“ in der privaten Unfallversicherung. Eine Tabelle legt fest, welchem Invaliditätsgrad der Verlust oder die Funktionsunfähigkeit eines Körperteils oder Sinnesorgans entspricht. „Von einer Invalidität spricht man, wenn eine dauerhafte Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit eingetreten ist“, sagt Andrea Heyer, Versicherungsexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. Von der Gliedertaxe hängt also ab, wie viel Geld der Verletzte vom Versicherer bekommt.

Wenn Arbeitsnehmer beruflich bedingt auf ein gewisses Körperteil angewiesen sind, etwa Chirurgen oder Pianisten, können sie im Versicherungsvertrag eine erhöhte Gliedertaxe festlegen. Die private Unfallversicherung ersetzt allerdings keine Berufsunfähigkeitsversicherung, weil sie nur im Falle eines Unfalls zahlt - egal, ob man im Anschluss berufsunfähig ist oder nicht. (gs)

J-Los Po, Beckhams Beine, Tom Jones' Brusthaar: Lesen Sie in unserer Bildergalerie, was den Stars ihre besten Stücke wert sind: