Protest vor G20-Gipfel

Protest vor G20-Gipfel: Lehmverkrustete Gestalten ziehen durch Hamburg

Hamburg - Kurz vor dem G20-Gipfel haben Künstler am Mittwoch in der Hamburger Innenstadt ein Zeichen für mehr Solidarität und politische Partizipation in die Welt gesendet.

05.07.2017, 16:29
Darsteller der Kunstaktion "1000 Gestalten" "befreien" sich in Hamburg symbolisch von ihrer Hülle aus Lehm.
Darsteller der Kunstaktion "1000 Gestalten" "befreien" sich in Hamburg symbolisch von ihrer Hülle aus Lehm. dpa

Kurz vor dem G20-Gipfel haben Künstler am Mittwoch in der Hamburger Innenstadt ein Zeichen für mehr Solidarität und politische Partizipation in die Welt gesendet. Von verschiedenen Orten zogen lehmverkrustete Gestalten schweigend und in Zeitlupe durch die Straßen, um auf dem Burchardplatz zu einer beeindruckenden Formation anzuwachsen - und sich dort von ihren Panzern zu befreien. Rund tausend Schaulustige verfolgten die Aktion. Hinter der Kunstperformance steht das Kollektiv „1000 Gestalten“, das von zahlreichen Freiwilligen unterstützt wird.

„Die Lehmgestalten stehen für eine Gesellschaft, die sich ihrer Hilflosigkeit vor den komplexen Zusammenhängen der Welt ergeben hat und in der der Einzelne nur noch für das eigene Vorankommen kämpft“, teilten die Veranstalter mit.

Indem sich die Lehmgestalten von ihren Panzern befreien, entstehe eine bildgewaltige Transformation, „ein Bild des Aufbruchs und des gemeinsamen, solidarischen Handelns“. Bereits im Vorfeld hätten sich viele Passanten für die Hintergründe der Aktion interessiert und Gespräche über deren Motive begonnen - so, wie es sich die Initiatoren vorgestellt haben. (dpa)

Mit Lehm beschmierte Darsteller laufen während der Kunstaktion "1000 Gestalten" durch Hamburg.
Mit Lehm beschmierte Darsteller laufen während der Kunstaktion "1000 Gestalten" durch Hamburg.
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