„Viele Existenzen vernichtet“

AfD-Chef Chrupalla setzt auf Dialog mit Querdenkern

Tino Chrupalla, AfD- Bundessprecher, spricht mit einer FFP2-Maske.
Tino Chrupalla, AfD- Bundessprecher, spricht mit einer FFP2-Maske. dpa

Halle (Saale) - AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla will auf die „Querdenker“-Bewegung zugehen. Es gebe Menschen, die die Gefährlichkeit von Corona bezweifelten, sagte er der Mitteldeutschen Zeitung. „Das ist so. Aber das darf für uns als Politiker doch nicht heißen, dass wir mit diesen Menschen nicht mehr reden. Im Gegenteil: Wir müssen auch mit denen im Dialog stehen, die eine andere Meinung haben, die auf der Straße ihren Unmut über gewisse Dinge in der Politik und der Gesellschaft kundtun.“ Politik dürfe nicht ausgrenzen, sondern müsse integrieren.

Chrupalla bezeichnete Corona als „hochansteckende“ Krankheit. „Daran kann es keinen Zweifel geben“, sagte er der MZ. Allerdings sei die Verhältnismäßigkeit der Corona-Eindämmungsmaßnahmen nicht gegeben. „Zudem haben Bund und Länder viele rein willkürliche Entscheidungen getroffen und so viele Existenzen vernichtet.“

Die Werbekampagne des Bundesgesundheitsministeriums für die Corona-Schutzimpfung lehnt der AfD-Chef ab. „Nur ein Arzt kann beurteilen, ob eine Impfung zu empfehlen ist oder wie hoch die jeweiligen Risiken und Nebenwirkungen sind.“ (mz)