Energieversorgung

Sachsen-Anhalt lehnt vorgezogenen Kohleausstieg ab

Von dpa Aktualisiert: 05.10.2022, 15:05
Reiner Haseloff kommt zur Ministerpräsidentenkonferenz in der Landesvertretung von Niedersachsen.
Reiner Haseloff kommt zur Ministerpräsidentenkonferenz in der Landesvertretung von Niedersachsen. Kay Nietfeld/dpa

Berlin - Nach dem Kohlekompromiss in NRW lehnt der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt einen vorgezogenen Ausstieg für sein Bundesland ab. „Gesetzeslage und realistisch ist ein genereller Ausstieg 2038. Dieser wurde mit einem breiten gesellschaftlichen Konsens beschlossen“, sagte Reiner Haseloff der Funke-Mediengruppe (Mittwoch) laut Vorabmeldung. Die Kapazitäten müssten gerade jetzt am Netz gehalten werden, denn sonst drohe eine weitere Mangellage. Ein Ausstieg vor 2038 würde den Industriestandort Deutschland schwächen, warnte der CDU-Politiker.

Die Wirtschaftsministerien von Nordrhein-Westfalen und des Bundes hatten sich mit dem Energiekonzern RWE geeinigt, den Kohleausstieg im Rheinischen Revier für den Klimaschutz um acht Jahre auf 2030 vorzuziehen. Zugleich sollen zwei Braunkohlekraftwerke länger laufen als geplant. Auch in Sachsen-Anhalt wird noch Braunkohle abgebaut.