MV-Grüne nach Wahl: Nicht auf Bundestrend verlassen

Von dpa
Weike Bandlow spricht.
Weike Bandlow spricht. Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/ZB

Schwerin/Magdeburg - Die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern zeigten sich nach den Worten von Landesparteichefin Weike Bandlow erfreut über die Zuwächse der Partei in Sachsen-Anhalt. Doch räumte sie indirekt auch ein, dass nicht alle Erwartungen erfüllt wurden. „Eins hat diese Wahl aber auch klar aufgezeigt: Wir Bündnisgrünen im Osten können uns nicht allein auf den Bundestrend verlassen“, betonte Bandlow. Nach ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF kommen die Grünen in Sachsen-Anhalt auf 6,1 bis 6,5 Prozent. 2016 hatten sie es mit 5,2 Prozent nur knapp in den Landtag geschafft.

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern Ende September wollen die Nordost-Grünen nach der Schlappe 2016 den Sprung zurück in den Landtag in Schwerin schaffen. Umfragen sahen sie zuletzt bei 14 Prozent. Erfreut zeigten sich Bandlow und ihr Co-Vorsitzender Ole Krüger, dass die AfD in Sachsen-Anhalt nicht zulegen konnte. Eine breite Mehrheit der Wählerinnen und Wähler habe sich für eine demokratische Partei entschieden, konstatierte Bandlow.