Geschäftslage für Ostdeutsche Maschinenbauer positiv

Von dpa

Leipzig - Die Mehrheit der ostdeutschen Maschinen- und Anlagenbauer hat die Corona-Delle überwunden. In einer Umfrage des Verbandes VDMA Ost schätzten drei Viertel (76 Prozent) der Betriebe ihre Geschäftslage im zweiten Quartal als positiv ein. Ähnlich günstig sei die Situation zuletzt Mitte 2019 beurteilt worden, teilte der Verband am Dienstag in Leipzig mit.

Der Grund für die positive Einschätzung sei die weiter verbesserte Auftragslage. Mehr als die Hälfte der Firmen (51,6 Prozent) habe ein Auftragsplus im Vergleich zum Vorquartal verbucht. Die Kapazitäten seien im Durchschnitt zu 85,4 Prozent ausgelastet - ein Plus von zwei Prozentpunkten.

Auch mit Blick auf die Zukunft habe sich die Stimmung aufgehellt. Rund ein Drittel der Betriebe (34 Prozent) erwarteten in den nächsten Monaten bessere Geschäfte, knapp zwei Drittel (61 Prozent) rechneten mit einer gleichbleibenden Perspektive. „Viele Unternehmen lassen das Tal hinter sich, es geht wieder aufwärts“, erklärte Oliver Köhn, Geschäftsführer des VDMA-Landesverbandes.

Der Verband beklagte aber auch „vielfältige Schwierigkeiten“, mit denen sich die Maschinen- und Anlagenbauer auseinandersetzen müssten. Dazu zählten die Reisebeschränkungen wegen der Pandemie, stark verlängerte Lieferzeiten für Rohstoffe und Bauteile sowie drastisch gestiegen Materialkosten und hohe Energiepreise. Auch der Fachkräftemangel sei weiter ein Thema.

Der ostdeutsche Maschinen- und Anlagenbau umfasst laut Verband 455 Unternehmen mit 77.600 Beschäftigten. 350 Betriebe sind Mitglied im VDMA Ost.