Corona

Ärger in Hamburg: Warum bis zu 80% der positiven Corona-Schnelltests falsch waren

Ein Schnelltest ist nicht immer genau, daher kommt es in einigen Fällen zu falsch positiven Tests.
Ein Schnelltest ist nicht immer genau, daher kommt es in einigen Fällen zu falsch positiven Tests. (Foto: picture alliance/dpa/dpa-tmn)

Hamburg (dpa/mz) - In Hamburg haben seit Mitte Juni rund 80 Prozent aller positiven Corona-Schnelltests ein falsches Ergebnis angezeigt. Das ergibt eine Antwort der Hamburger Landesregierung auf eine Anfrage der CDU. Von rund 750.000 absolvierten Tests hätten 218 ein positives Ergebnis angezeigt. Davon erwiesen sich letztlich aber nur 44 Geteste als wirklich Corona-infiziert, berichtet unter anderem die Hamburger „Mopo“.

In die offiziellen Statistiken gehen die „falsch-positiven“ Tests allerdings nicht ein. Denn auf einen positiven Schnelltest folgt grundsätzlich ein genauerer PCR-Test. Erst wenn der auch als positiv erweist, wird der Fall ans Robert-Koch-Institut gemeldet.

Niedrige Fallzahlen lassen Anteil der falsch-positiven Corona-Tests steigen

Für die betroffenen Bürger ist das ganze aber „zumindest kurzfristig beunruhigend“, kritisiert Andreas Grutzeck, sozialpolitische Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion und fragte, „wie aussagekräftig Schnelltests tatsächlich noch sind.“

Das Robert-Koch-Institut weist grundsätzlich darauf hin, dass die Aussageraft der Schnelltests von der Sensitivität der Tests und auch von der richtigen Anwendung abhängig ist. Grundsätzlich sind sie nicht so genau wie PCR-Tests, es kann also zu Fehlern kommen.

Hinzu kommt: Auch in Hamburg ist die Zahl der Corona-Infizierten aktuell gering. Gleichzeitig sind für viele Tätigkeiten noch immer Schnelltests vorgeschrieben. Da mit diesen aber kaum noch echte Infektionen erkannt werden, fallen die „falsch positiven“ Tests stärker auf.